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Die Woche: 44 Kilo und viel Lümmelei

Die allgemeine Fußballbegeisterung nahm im Laufe dieser Woche ungeahnte Formen an. So wurde in der Nacht zum Dienstag der Fußballplatz am Kitzinger Bleichwasen mit einem Rallye-Parcours verwechselt – irgend ein WM-verwirrter Mensch drehte dort fröhlich ein paar Runden mit dem Auto.
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Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Die allgemeine Fußballbegeisterung nahm im Laufe dieser Woche ungeahnte Formen an. So wurde in der Nacht zum Dienstag der Fußballplatz am Kitzinger Bleichwasen mit einem Rallye-Parcours verwechselt – irgend ein WM-verwirrter Mensch drehte dort fröhlich ein paar Runden mit dem Auto.

König Fußball – das zeigt dieser Fall recht deutlich – treibt mitunter seltsame Blüten. Wobei das beileibe nicht immer so war. Es gab Zeiten, da hat das Gekicke keinen interessiert. Noch im 19. Jahrhundert wurde der Fußball in Deutschland abfällig als „Fußlümmelei“ bezeichnet. So gesehen läuft in Brasilien also gerade eine Fußlümmelei-Weltmeisterschaft.

Während gerade alle kollektiv vorm Fernseher hängen, geht so manche Nachricht ungelesen an uns vorbei. Manches wird auch schlichtweg vergessen. Zum Beispiel, dass am Mittwoch der Hab-ich-vergessen-Tag war.

Kaum einer bekam zudem mit, dass wir alle bald richtig reich sein werden. Ab 2015 – und das ist wirklich mal eine Hammermeldung – spart jeder Haushalt ganze 48 Cent im Monat bei der GEZ-Gebühr!

Was wir mit der Kohle machen? Steht noch nicht fest. Wobei uns ein Kollege gleich wieder den ganzen Spaß nahm, weil er die Frage in den Redaktionsraum stellte, ob es heutzutage überhaupt noch etwas für 48 Cent gibt. Wir sind aktuell am Recherchieren . . .

Unterbrochen wurde die Was-gibt-es-für-48-Cent-Fahndung kurzzeitig von einer Besucherin aus Schwarzach. Die zweijährige Hundedame passte kaum durch die Tür, ist jetzt unsere neue Freundin und kommt aus dem Hause Leonberger. Eine Kreuzung von Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund. Eine stattliche Erscheinung mit 44 Kilo Lebendgewicht, die – wir sagen das wirklich ungern – fast größer als so mancher Kollege war.

Das Wort der Woche war diesmal leicht zu finden: Warnwestenpflicht. Seit Dienstag nie mehr ohne. Ähnlich eindeutig fiel die Wahl für das Bild der Woche aus: Ein Trike mit tierischem Aufbau. Um genau zu sein: Es war – O-Ton Polizei – das „Gehörn eines amerikanischen Longhornrindes“. Hintendran hing auch noch was, nämlich ein Wohnwagen. Ein extravagantes Gespann, das auf der A 3 von der Autobahnpolizei aus dem Verkehr gezogen wurde.

Im Internet gab es dazu gleich eine Verschwörungstheorie. Dass nämlich das auffällige Trike vorgeschickt wurde, damit die Polizei beschäftigt ist und irgendwelche Drogenkuriere oder sonstige Bösewichte freie Fahrt haben. Hoffen wir mal, dass es keine Fußlümmel waren.

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.

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