Kitzingen

Der Frauenversteher: Suche nach der Weihnachtsfrau

Reden wir über das Reden. Die Lebenserfahrung zeigt uns: Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt. Bei Frauen ist das anders.
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Der Frauenversteher: Eintauchen im Regenbogen

Es muss einfach sein. Das immer wiederkehrende frauenverstehende Weihnachtsgedicht. Kann man gar nicht oft genug vorlesen. Allein schon, weil die Forderung aktueller denn je ist. Wer will, kann aus Gründen der Besinnlichkeit eine kleine Kerze anzünden und etwas weihnachtliche Musik auflegen. Dann kann's auch schon losgehen – bitteschön: Wo bleibt die Weihnachts-Emanzipation? Oder hat irgendeiner jemals schon etwas davon erfahren, dass Frauen Weihnachtsmänner waren? Warum gibt es nur Weihnachtsmänner? Schließlich wissen nicht nur Kenner: Es wäre doch mal eine Schau, gäbe es die Weihnachtsfrau! Eine Frau, zierlich und zart und bitte, bitte ohne Bart. Dafür mit Schneeflöckchen und einem rotem Röckchen. Und schwänge die Gute dann auch noch die Rute, wären wir alle mächtig froh, Darauf ein kräftiges: Ho! Ho! Ho!

Ähnlich betrüblich wie die Tatsache, dass die Welt ohne Weihnachtsfrauen auskommen muss, ist das Thema Schenken. Da passt weiterhin herzlich wenig zusammen. Was Frauen wünschen und Männer schenken – dazwischen liegen Lichtjahre.

Weihnachten ist und bleibt ein kompliziertes Fest, bei dem man kaum etwas richtig, dafür aber alles verkehrt machen kann. Falsche Geschenke sorgen für schlechte Stimmung, wie dieser Klassiker unter den Dialogen andeutet: Er: Nö, nicht schon wieder eine karierte Krawatte! Sie: Die schenke ich dir nun seit 20 Jahren – und plötzlich gefallen sie dir nicht mehr?!

Zur Stressvermeidung deshalb der dringende Rat an die Männer, die ja gerne diese Kolumne heimlich mitlesen: Jungs, bringt an Weihnachten einfach mal das Frühstück ans Bett! Das kann den Weihnachtsfrieden entscheidend retten – auch wenn jetzt schon klar ist, dass am Ende wieder die Frau die ganzen Krümel wegmachen muss.

Das Buch zur Serie: „Der Frauenversteher III – Weil das Leben ohne Frauen ein Irrtum wäre“, für 9.90 Euro in allen Geschäftsstellen der Main-Post. Im Internet: shop.mainpost.de.

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