GLOSSE

Ab in den Kampfmodus

Da ist er schon, der September. Mit ihm endet auch der wunderbare 100-Tage-Sommer. Dafür nahen der Wahlkampf - und Weihnachten.
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Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Da ist er schon, der September. Mit ihm endet auch der wunderbare 100-Tage-Sommer. Wie immer ist der Übergang etwas abrupt: Aus allen Richtungen treffen bereits die ersten Warnungen ein, dass in gut 100 Tagen Weihnachten ist. Dazu der Hinweis, dass es nicht verkehrt wäre, schon mal das eine oder andere Geschenk zu besorgen.

Darüber mag man milde lächeln, aber es ist ja tatsächlich so: Ehe wir uns versehen, machen die ersten Weihnachtsmärkte auf. Da nützt es auch leider wenig, dass demnächst die Zeitumstellung abgeschafft wird. Wir haben dann wie es aussieht für immer Sommerzeit – die Glühweinzeit kommt aber trotzdem.

Erste Plakate

Zuvor stehen am 14. Oktober allerdings erst einmal Wahlen im Bayernland an. In Kitzingen sind die ersten Plakate aufgetaucht. Ab in den Kampfmodus. In den nächsten Wochen schwappt wieder jede Menge Wahlwerbung über uns zusammen. Einen ersten Vorgeschmack gab uns die CSU-Kandidatin Barbara Becker, die sich den Spruch „Das kriegen wir gebeckert“ ausgedacht hat.

Nun ja. Hoffen wir mal, dass das sprachlich gewöhnungsbedürftige Beispiel nicht zu sehr Schule macht – sonst bekommen wir es demnächst auch noch von der SPD gekößlert, von der FDP gemüllert, von den Freien Wählern gestierhoft, von den Grünen gecelinat, von den Linken gestriesowt und von der AfD geklingent.

Neue Serie

Wem die Namen jetzt nichts oder nicht viel sagen – wir schaffen Abhilfe. Ab Montag startet hier in der Kitzinger Ausgabe eine Serie mit den Porträts der Landtags-Kandidaten. Vorab und als Gratis-Zugabe dazu unser aktueller Polit-Lieblingswitz: Wer waren die ersten drei Politiker? Die Heiligen Drei Könige! Sie hörten auf zu arbeiten, schmückten sich mit schönen Kleidern und reisten unentwegt.

Wählerisch

Es soll ja Leute geben, die können der Politik nichts abgewinnen. Aber da müssen Sie jetzt durch. In den nächsten Wochen wird's wählerisch. Es wird in die engere Wahl genommen, die Wahl getroffen, vor der Wahl gestanden und natürlich auch zur Wahl gestellt und zur Wahl gegangen. Es gibt Wahlkampf, Wahlreden, Wahlplakate und Wahlmöglichkeiten. Samt der zweiten Wahl.

Wem das zu viel ist, dem sei zur Aufmunterung gesagt: Irgendwann geht auch dieser Wahlkampf vorbei – und dann ist fast schon Weihnachten.

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.

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