UNTERSAMBACH

Es gibt viel zu tun in „Sambi“

An der Kirchweih predigen hier seit Jahren die Frauen. „Hausbau, Hochzeit, Baby-Boom, die Samber haben viel zu tun“, war diesmal beim Umzug zu erfahren.
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Laura Fischer (links) und Anna-Lisa Kuchenbrod wussten alles über ihre Untersambacher in der Kirchweih-Predigt und freuten sich über so manche Stärkung, die ihnen gereicht wurde. Foto: Foto: ANDREAS STÖCKINGER
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Im Zeichen der Kirchweih stand das Wochenende in Untersambach. Neben dem Gottesdienst am Vormittag war der Umzug durch das 300-Einwohner-Dorf samt anschließender Predigt am Gemeinschaftshaus im Mittelpunkt.

Wie seit vielen Jahren lasen auch diesmal die Frauen den „Sambern“ die Leviten von ihrer Kanzel aus hoch oben auf dem Frontlader. Zunächst ließen sich Laura Fischer und Anna-Lisa Kuchenbrod beim Umzug durch den Ort chauffieren. Dabei machte die Kirchweih-Jugend mit wieder einige Male Station, um vor den Anwesen der Dorf-Prominenz Stänchen vorzutragen. Sängerinnen waren Kristin Fröhlich und Thorsten Wirth.

Ständchen auf den Abgeordneten

Besungen wurde der Landtagsabgeordnete Otto Hünnerkopf, der seit jeher in Untersambach wohnt. Dass dieser seinen Abschied aus dem Landtag bekannt gab, wussten die Sänger. „Der Otto, der geht demnächst in Pension, sein Nachfolger, der scharrt mit den Hufen schon“, wurde gereimt. Außerdem nahmen sie dessen Elektro-Auto, wie auch das neue Hoftor des MdL aufs Korn. Auch wurde den Vorsitzenden von Feuerwehr, Dorfgemeinschaft ein Liedlein gesungen. Als Belohnung durfte sich die Kirchweih-Jugend jeweils eine Stärkung abholen.

Hausbau, Hochzeit, Boom

Auf den Motivwagen, die durch den Ort fuhren, wurde das aktuelle Geschehen im Wiesentheider Ottsteil beleuchtet. „Hausbau, Hochzeit, Baby-Boom, die Samber haben viel zu tun“, hieß es etwa auf einem Wagen. Ein weiterer hob die fleißigen Handwerker hervor, was auf die Feuerwehr, wie auf die Dorfgemeinschaft gezielt war. In den vergangenen Monaten hatten sie wieder einiges in Eigenregie im Dorf hergerichtet. Nun werde für 2017 noch ein Projekt gesucht, hieß es.

Schnell erledigt war das Ausgraben des Kirchweih-Bierfasses in der Ortsmitte. Nach kurzer Suche förderten die Burschen das Fässchen zutage. Anschließend zogen die Wagen und die Besucher im Gefolge zum Gemeinschaftshaus, wo die Predigt vorgetragen wurde. Der Umzug wurde von den Frankenwinheimer Musikanten umrahmt. Am Montagabend klang die Kirchweih aus.

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