KITZINGEN

Engagement für Orgel und Verein

Die Volkacher Organistin Maria-Luise Laymann und der Retter der Soldatenkameradschaft Wiesenbronn, Alfred Wehrwein, erhielten das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.
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Landrätin Tamara Bischof (von links) überreichte das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt an Alfred Wehrwein und Maria-Luise Laymann. Foto: Foto: Robert Haaß

Maria-Luise Laymann und Alfred Wehrwein wurden von Landrätin Tamara Bischof mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. In einer Feierstunde wurde damit das langjährige ehrenamtliche Engagement der beiden gewürdigt.

Maria Luise Laymann aus Volkach wurde 1949 im Alter von 14 Jahren Organistin in der Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus in Volkach. Ein Jahr zuvor hatte sie begonnen, das Orgelspiel im Kloster der Volkacher Franziskanerinnen zu lernen. Über einen Zeitraum von 65 Jahren spielte sie das Instrument in der Stadtpfarrkirche an ungezählten Gottesdiensten und Veranstaltungen.

Immer wieder eingesprungen

Planung und Bau der neuen Orgel, sowie liturgische Neuerungen durch das zweite Vatikanische Konzil und etliche neue Orgelbücher fielen in ihre Wirkungszeit. Immer wieder sprang die Geehrte in personellen Notlagen ein und beteiligte sich rege am Austausch der Organisten. Auch wenn sie 2014 beim Silvester-Gottesdienst nach 65 Jahren als Organistin der Stadtpfarrkirche auf eigenen Wunsch verabschiedet wurde, endete ihr Engagement noch lange nicht. Denn seit dem Jahr 2004 spielt sie jeden Sonntag auf der Vogelsburg die Orgel – und das bis heute.

Alfred Wehrwein rettete die Soldatenkameradschaft Wiesenbronn im Jahr 1991 aus tiefer personeller Not. Ein Jahr lang war der Verein ohne Vorsitzenden und wurde nur kommissarisch geführt, stand kurz vor der Auflösung. Schließlich erklärte sich Alfred Wehrwein bereit, den Vorsitz zu übernehmen, den er dann auch bis Februar 2017 25 Jahre lang inne hatte.

Stets Top-Sammelergebnisse

In dieser Zeit pflegte und förderte Wehrwein ein reges Vereinsleben in Wiesenbronn, öffnete 1992 den Verein für Personen, die nicht gedient hatten und ab 1998 auch für Frauen. Neben den jährlich wiederkehrenden Terminen der Soldatenkameradschaft organisierte er die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge im Ort mit weiteren 16 Kameraden und lag mit dem Wiesenbronner Sammelergebnis immer mit an der Spitze in Unterfranken.

Im Jahr 2002 übernahm er zusätzlich das Amt des Bürgerkommandanten der Bürgerwehr in Wiesenbronn und führte dabei beim Bürgerauszug am Kirchweihdienstag 13 Jahre lang das Kommando. Als Hobbyfotograf dokumentiert er seit Jahren sämtliche Ereignisse im Vereins- und Dorfleben in Wiesenbronn.

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