Markt Einersheim
Konsequenz

Eltern wollen einen neuen Busfahrer

Vor einer Woche fuhr ein Busfahrer unbeirrt seine Tour, obwohl Schulkinder über Rauch im Bus klagten. Dieser Mann wird von Seiten der Eltern nicht mehr toleriert.
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Die Volksschule Hellmitzheimer Bucht in Markt Einersheim. Foto: Riegler
Die Volksschule Hellmitzheimer Bucht in Markt Einersheim. Foto: Riegler
Vor einer Woche wurden 21 Grundschüler der Verbandsschule Hellmitzheimer Bucht wegen Verdachts auf Rauchvergiftung ambulant behandelt und zwölf von ihnen vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert.
Die Kinder waren frühmorgens während der Fahrt in ihrem Schulbus einer starken Rauchentwicklung ausgesetzt und klagten anschließend über Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Hustenreiz. Ursache für Entwicklung und Austritt des Rauchs war eine defekte Standheizung im Schulbus.


Kein Vertrauen mehr

Wie Elternbeiratsvorsitzende Silke Rautenbach mitteilte, wandten sich die Eltern an Schulleiter Klaus Hana mit der Forderung, dass der betroffene Busfahrer ab sofort nicht mehr für den Schulverkehr eingesetzt werden solle. "Viele Eltern haben aufgrund des Vorfalls kein Vertrauen zu diesem Busfahrer", teilte sie mit.
Dessen unverantwortlicher Umgang mit den Kindern werde nicht mehr toleriert.

Rautenbach berichtete weiter, dass sich die Rauchansammlung im Bus noch vor Erreichen der Schule stark erhöht haben müsse. Einige Kinder hätten vor Angst geweint und geschrien, dass es qualme. Andere hätten gehustet und ein weiteres habe Taschentücher verteilt, die sich die mitfahrenden Kinder vor die Nase halten sollten. "Obwohl die Kinder den Busfahrer auf die starke Rauchentwicklung aufmerksam machten, setzte der die Fahrt unbeirrt zur Schule fort", sagte die zweifache Mutter.


"Äußerst unglücklich"

Schulleiter Klaus Hana schloss sich der Einschätzung der Eltern an. "Dass der Fahrer nicht auf die Kinder eingegangen ist, war äußerst unglücklich", meinte er.

Den Vorfall bezeichnete der Rektor als Verkettung unglücklicher Umstände. "Dass ein Bus kaputt gehen kann, ist normal", sagte er. Hana bestätigte ferner, die Schulleitung habe den Busunternehmer gebeten, den Fahrer nicht mehr auf der Linie einzusetzen. Dieser Bitte sei der Unternehmer bereits nachgekommen und habe sich außerdem bei den betroffenen Eltern entschuldigt.


Abwechslungsreich für die Kinder, stressig für die Eltern

Hana zeigte sich erleichtert, dass der Vorfall gut ausgegangen ist. Den elf Schülern, die eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus verbrachten, habe man im Unterricht am Montag nichts mehr angemerkt. "Im Krankenhaus haben es die Kinder recht locker genommen", schilderte der Schulleiter seinen Eindruck. "Für sie war es ein abwechslungsreiches Wochenende. Den Stress hatten die Eltern", berichtete er weiter.
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