KITZINGEN

Eine Piste mit Schlagloch-Garantie

Schlaglöcher, Risse, Dellen – die Straße zwischen Kitzingen und Kaltensondheim ist marode. Das wissen die Autofahrer. Die warten aufs Ende der Stoßdämpfertests.
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Schlaglöcher, Risse und Dellen sind das Markenzeichen der Staatsstraße 2272, die zwischen Kitzingen und Kaltensondheim in einem teilweise desolaten Zustand ist. Foto: Foto: Harald Meyer

Eine Hoppelpiste – in Teilen – ist die Staatsstraße 2272, die von Kitzingen nach Kaltensondheim führt. Ein Teil der Strecke soll nach Planungen des Staatlichen Bauamts noch in diesem Jahr erneuert werden – der Bereich zwischen den Mühlen und der scharfen Linkskurve kurz vor Kaltensondheim. Eine Hängepartie bleibt der Rest, der Autostoßdämpfer innerhalb von Kitzingen einem Härtetest unterzieht.

Neue Fahrbahn auf 1,5 Kilometern

Die gute Nachricht zuerst: Die rund 1,5 Kilometer Staatsstraße, die von der Eherieder Mühle bis kurz vor Kaltensondheim seien im Plan für 2017, so Michael Fuchs, Leiter des Bereichs Straßenbau im Staatlichen Bauamt. Vorgesehen sei eine Sanierung der Fahrbahndecke, die mehr oder weniger deutliche Abnutzungsspuren zeigt – vor allem Risse und Senkungen.

Deutlich maroder ist die Staatsstraße innerhalb von Kitzingen. Das Prädikat schwer angeschlagen verdient der Zustand der Asphaltschicht zwischen der Unterführung Kaltensondheimer Straße und der Eherieder Mühle, wo Risse, Wellen, Löcher und viele Flickstellen das Bild beherrschen. Ganz schlimm sieht es zwischen dem TGK-Gelände und dem Römerhof aus, wo die Fahrbahn sich stellenweise auflöst.

Dauerthema im Stadtrat

Die Schlaglochstrecke ist kein neues Ärgernis. Schon seit etlichen Jahren taucht das Thema immer wieder im Kitzinger Stadtrat auf. Nicht nur wegen der Löcher und Risse. In einzelnen Bereichen – zwischen Talstraße und Winterleitenweg – fehlt ein Gehweg, zwischen Römerhof und Tierheim geht's deutlich zu eng zu. Mancher Stadtrat vermisst hier eine Leitplanke an der stark abfallenden Böschung.

Die Summe an Problemen in dem Abschnitt bedeutet für die Verantwortlichen, dass es mit einer einfachen Sanierung nicht getan ist. Die Straße muss von Grund auf erneuert und in Teilen verbreitert werden. Und das lasse sich – unter anderem wegen noch ungeklärter Grunderwerbsfragen – kurzfristig nicht machen, so Sonja Xalter, Abteilungsleiterin für den Landkreis Kitzingen im Staatlichen Bauamt. Was derzeit noch geprüft werde, seien Maßnahmen, um die schlimmsten Schäden in der Fahrbahn zu reparieren.

Runderneuerung lässt auf sich warten

Wann die Schlagloch-Piste komplett runderneuert wird, ist laut Xalter noch unklar. Keine neue Aussage aus Würzburg. Schließlich hatte schon 2011 ein Sprecher der Würzburger Behörde erklärt, dass der Ausbau in naher Zukunft geplant sei. Ende 2015 kam eine nahezu identische Aussage von Xalters Vorgänger. Der hoffte damals auf eine Sanierung des schlimmsten Bereichs – zwischen dem Ortsschild am Tierheim und der Eherieder Mühle – in den Jahren 2017/2018.

Bei der Hoffnung dürfte es bleiben und wohl auch bei der bisherigen Schadensbegrenzung: Die Straße wird vermutlich wieder geflickt. Und so lange es keine richtige Sanierung gibt, wird auch die Gehweglücke in der Straße nicht geschlossen. So jedenfalls hat sich die Stadt Kitzingen als Bauherrin bisher geäußert.

Krautheim lässt grüßen

Interessant am Rande: Der Zustand der Staatsstraße in Kitzingen ähnelt in Teilen der ebenfalls stark lädierten Staatsstraße, die durch Krautheim führt. Und auch dort gab es schon länger Pläne, die Fahrbahn zu erneuern. Passiert ist hier wie dort wenig. Allerdings: In Krautheim gilt auf der maroden Strecke inzwischen Tempo 30.

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