PRICHSENSTADT

Eine kleine, aber schlagkräftige Bereitschaft

Die Truppe ist klein, aber schlagkräftig. Gerade mal 17 Aktive tragen die Sanitätsbereitschaft Prichsenstadt. Die hat im vergangenen Jahr viel geleistet.
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Bereitschaftsleiter Johannes Biegner und Stellvertreter Jens Feuerbach stehen weiter an der Spitze der Sanitätsbereitschaft Prichsenstadt, neu im Amt ist Bereitschaftsarzt Dr. Alexander Schöpfel. BRK-Kreisbereitschaftsleiter Karsten Droll ehrte Harald Ott, Hedwig Stoiber und Klaus Schömig (von links). Foto: Foto: Hartmut Hess

Die Sanitätsbereitschaft Prichsenstadt ist gut aufgestellt und hat mit Johannes Biegner einen jungen und sehr engagierten Chef. Nach vier erfolgreichen Jahren erhielt er bei den Wahlen in der Jahreshauptversammlung das uneingeschränkte Vertrauen.

Biegner ernannte Jens Feuerbach erneut zu seinem Stellvertreter. In der Führung der Bereitschaft gab es Veränderungen bei den Fachgruppenleitern. Künftig sind die Fachgruppenleiter Jürgen Deues (Helfer vor Ort), Jens Feuerbach (Sanitätsdienst), Michael Ott (Technik und Sicherheit), Sabrina Bauer (Breitenausbildung), Lucia Schömig (Wohlfahrts- und Sozialarbeit und Blutspenden) und Johannes Biegner (Transport). Neu im Amt ist als Bereitschaftsarzt Dr. Alexander Schöpfel, der die Nachfolge des aus Altersgründen abgetretenen Dr. Georg Stürmer antrat.

„Wir danken denen, die über Jahrzehnte Dienst geleistet haben oder an unserer Seite gestanden waren“, sagte Karsten Droll, Kreisbereitschaftsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes, als er zu den Ehrungen schritt. Er ehrte Klaus Schömig und Harald Ott mit der Dienstspange für 40 Jahre aktiven Dienst.

Mit Rat und Tat steht nach 65 Jahren immer noch Hedwig Stoiber zur Seite, die sich noch um die Reinlichkeit im Bereitschafts-Depot kümmert. Sie hielt die Bereitschaft in schwierigen Zeiten am Leben, als sie kommissarisch die Führungsverantwortung übernahm. Biegner zollte Lucia und Klaus Schömig seinen Respekt, da sie ihn in seiner Tätigkeit unterstützt und zusammen 90 Jahre große Dienste geleistet hätten. Beide möchten im aktiven Dienst etwas kürzer treten. Lucia Schömig stand deshalb nicht mehr als stellvertretende Bereitschaftsleiterin zur Verfügung.

„Wir sind eine kleine, aber trotzdem schlagkräftige Bereitschaft mit unterschiedlichen und vielfältigen Aufgaben“, sagte Biegner. 32 Mitglieder habe die Bereitschaft und 17 Aktive, die zusammen 1919 Stunden im vergangenen Jahr geleistet hätten. Die meisten Einsätze leisteten die Sanitäter als „Helfer vor Ort“ (HvO) in Prichsenstadt und den Stadtteilen. 2016 wurden die Helfer 67 Mal alarmiert. In 267 Stunden hätten sie Hilfe bei Verkehrsunfällen und bei Krankheiten – von Kreislaufschwäche bis zu Schlaganfällen – geleistet.

Die Prichsenstädter gehören mit den Wiesentheider Kollegen zur Schnelleinsatzgruppe (SEG) Transport und auch zur SEG Technik und Sicherheit, die im vergangenen Jahr beim Brand auf der Hallburg bei Volkach im Einsatz war. Zudem sind die Prichsenstädter auch bei ihrem Weinfest da und wenn im Landkreis Großveranstaltungen abzudecken sind. Daneben leisteten die Prichsenstädter noch 132 Stunden im Regel-Rettungsdienst.

Die 208 Helferstunden an den drei Blutspendeterminen rentierten sich, da in Prichsenstadt 230 Blutspenden gewonnen werden konnten. Rund 500 Stunden investierten die Sanitäter alleine in Ausbildung, so Biegner. Die Sanitäter sind auch in der Breitenausbildung aktiv durch Erste-Hilfe-Kurse für Feuerwehr-Dienstleistende oder Schulungen in Kindergärten, der Schule oder Betrieben.

„Die Bereitschaft ist für mich eine feste Größe in unserer Großgemeinde“, betonte Bürgermeister René Schlehr. „Ich werde euch weiter so gut unterstützen wie es mir möglich ist, ob als Bürgermeister oder Privatperson“, versicherte Schlehr.

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