GEROLZHOFEN

Eine Begeisterung, die anstecken soll

Gerolzhofen „Es krippelt schon sehr“, sagt Bruno Steger und schmunzelt. Die bevorstehende Adventszeit ist für den Gerolzhöfer Jahr für Jahr eine ganz besondere Zeit. Er empfängt dann viele Gäste in seinem Haus – neugierige Gäste, die Lust haben, sich von Bruno Stegers Begeisterung faszinieren beziehungsweise sogar anstecken zu lassen. Wem diese Begeisterung gilt, wird beim Betreten des ersten Stocks deutlich: Rund 30 Krippen laden in seinem Haus zum Entdecken ein.
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Im eigenen Haus haben sich Bruno und Gisela Steger einen Traum verwirklicht und laden auch in diesem Jahr wieder zum „Krippenschauen“ ein. Das Bild zeigt die beiden vor der Stadttor-Krippe von Gerolzhofen. Foto: Fotos: privat
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Gerolzhofen „Es krippelt schon sehr“, sagt Bruno Steger und schmunzelt. Die bevorstehende Adventszeit ist für den Gerolzhöfer Jahr für Jahr eine ganz besondere Zeit. Er empfängt dann viele Gäste in seinem Haus – neugierige Gäste, die Lust haben, sich von Bruno Stegers Begeisterung faszinieren beziehungsweise sogar anstecken zu lassen. Wem diese Begeisterung gilt, wird beim Betreten des ersten Stocks deutlich: Rund 30 Krippen laden in seinem Haus zum Entdecken ein.

Frage: Woher rührt ihre Begeisterung für Krippen?

Bruno Steger: Das fing eigentlich schon in meiner Kindheit an. Ich war ungefähr acht Jahre alt, als ich mit meinem Vater meine erste Krippe gebaut habe. Das hat mich damals schon fasziniert – und seitdem nicht mehr losgelassen. Die Krippe von damals besitze ich natürlich auch heute noch!

„Krippenschauen“ ist in Tirol eine Tradition. Was genau darf man sich darunter vorstellen?

Bruno Steger: Die Leute gehen dort in der Weihnachtszeit von Haus zu Haus, um Krippen anzuschauen. Dabei sitzt man zusammen, unterhält sich und lobt die Krippe. Mir gefällt diese Idee und ich dachte, es wäre doch schön, diesen Brauch auch bei uns in Franken zu etablieren.

Sie fassten also den Entschluss, bei sich zuhause ein „Kripperles-Stübla“ einzurichten?

Bruno Steger: Nachdem immer mehr Leute unsere Krippen anschauen wollten, haben wir uns vor sieben Jahren gedacht: Warum nicht die leer stehenden Räume im Obergeschoss unseres Hauses in ein „Kripperles-Stübla“ verwandeln? Wir haben Vitrinen dort eingerichtet und jetzt werden diese jährlich gewechselt, so dass immer neue Krippen zu sehen sind.

Die Krippen dafür haben alle Sie selbst gebaut?

Bruno Steger: Ich baue die Krippen im fränkischen Stil alle selbst. Meine Frau Gisela näht in liebevoller Arbeit die Bekleidung für die Figuren. Natürlich kaufen wir auch Figuren, die uns gefallen. Das tun wir insbesondere gern bei Urlauben im Ausland.

Wann beginnen Sie mit dem Aufbau der vielen Krippen, wenn bis zum 1. Advent alles fertig sein soll?

Bruno Steger: Die Krippen stehen das ganze Jahr, aber es gibt eine Umbauphase von September bis Oktober. Dann wird etwa die Hälfte der Krippen entnommen und durch neue ersetzt. Dadurch sind immer wieder neue Darstellungen zu sehen.

Was erhoffen Sie sich, dass die Besucher denken oder fühlen, wenn sie aus Ihrer Ausstellung kommen?

Bruno Steger: Wir legen großen Wert auf die Meinung unserer Besucher. Deshalb setzen wir uns auch gerne nach dem Besuch noch ein wenig mit ihnen zusammen. Dann reden wir über Krippen, Krippenbau, Weihnachten, die Geburt Christi und was uns sonst alles einfällt. Dazu gibt es Tee und Weihnachtsgebäck. Es freut meine Frau und mich sehr, wenn die Besucher bei uns eine Auszeit vom Trubel der Adventszeit finden und über die Vielfalt der Krippen staunen. Besonders Kinder sind oft vom Licht und Glanz der Krippen begeistert. Allein dafür rentiert sich der große Aufwand!

Auf einen Blick

„Kripperles-Stübla“: Der passionierte Gerolzhöfer Krippenbauer Bruno Steger hat zusammen mit seiner Frau Gisela ein „Kripperles-Stübla“ im eigenen Haus in der Saarstraße 7 in Gerolzhofen eingerichtet. Dort warten in der Adventszeit zirka 30 große und kleine Krippen auf interessierte Besucher. Das „Kripperles Stübla“ ist geöffnet vom 1. Advent bis Maria Lichtmess. Eine Besichtigung ist nur nach Anmeldung möglich: Tel. 0 93 82 / 88 89, Email: bruno-steger@web.de; Infos: www. kripperlesstübla.de
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