GEISELWIND

Ein Job zum Aufblühen

Betriebe und Azubis zusammenbringen, das will die Drei-Franken-Ausbildungsbörse
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Manuela Klein (zuständig für Planung und Einkauf im Oberscheinfelder Gartenbaubetrieb Klein) freut sich, mit der 18-jährigen Annika Troll aus Dornheim eine interessierte und engagierte Auszubildende an der Seite zu haben. Nach Praktika in unterschiedlichen Gartenbau-Sparten hat sich Annika für den Zierpflanzenbau entschieden. Foto: Foto: Klein
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Da sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht? Mag sein. Idyllisch ist es allemal. Aber auch lehrreich – im wahrsten Sinn. Für künftige Azubis ist das Drei-Franken-Eck zwischen den Franken-Metropolen Bamberg, Nürnberg und Würzburg ein Geheimtipp.

„Hier lässt es sich gut leben, arbeiten – und einen Beruf lernen“, sagt Manuela Klein, Gärtnerin und Floristin. Ihr Zierpflanzen-Produktionsbetrieb Klein in Oberscheinfeld ist eines von über 40 Unternehmen aus Ober-, Mittel- und Unterfranken, die sich und ihre Ausbildungsplätze am Mittwoch, 11. April, in der Eventhalle Strohofer in Geiselwind präsentieren. Warum das nötig ist? Weil vor allem den Handwerksbetrieben Lehrlinge fehlen.

Autohof oder Betonwerk, Baumschule oder Bäcker: Sie alle haben dasselbe Problem. Dabei gibt es dort, wo die drei fränkischen Bezirke aneinanderstoßen, tatsächlich viel mehr als Füchse und Hasen. „Nur leider wissen das viele nicht“, meint Manuela Klein. „Oder sie haben eine falsche Vorstellung vom jeweiligen Beruf.“

Die Gärtnerei Klein, die Beet- und Balkonpflanzen für den Großhandel zieht, hat 25 Mitarbeiter und bildet Jahr für Jahr ein bis zwei Lehrlinge aus. „Wir merken, dass es weniger Schüler und damit weniger Bewerbungen gibt.“ Deshalb sei die Ausbildungsbörse eine super Sache. Hier könne man die fränkische Vielfalt sehen und zeigen, dass die Technisierung im Drei-Franken-Eck „up to date“ sei. Die jungen Leute könnten gerne auch mal zur Probe arbeiten. „Dann bekommen sie einen ganz authentischen Einblick.“

Das Drei-Franken-Eck sei zwar ländlich geprägt, aber das müsse nicht generell ein Nachteil sein, auch für junge Leute nicht. „Heute, in der globalisierten Welt, ist wichtig, auch mal rauszukommen. Dadurch bekommt man ja auch Lebenserfahrung“, findet Manuela Klein.

Der Betrieb hatte schon Auszubildende aus fast allen Schularten, Mittel- und Realschüler ebenso wie Gymnasiasten. Wichtiger als das Zeugnis sind Manuela Klein der Charakter und die Motivation der jungen Leute. „Wenn wir jemanden einstellen, entscheiden wir nach den Bewerbungsgesprächen im Team mit den Ausbildungsleitern, wer am besten zu uns passt. Wenn möglich, befragen wir auch die Mitarbeiter. Am meisten zählt für uns, wenn jemand wirklich motiviert ist, den Beruf zu ergreifen.“ Solchen Menschen stünden zahlreiche Karrieremöglichkeiten offen. „Man kann später zum Beispiel Gartenbau studieren oder seinen Meister machen – und dadurch in führender Funktion auch gut Geld verdienen.“ Der Gärtnerberuf habe auf jeden Fall Zukunft. Das Thema Fachkräftemangel mache sich nämlich auch am Drei-Franken-Eck bemerkbar. „Wer etwas leisten will, der hat hier alle Chancen.“

INFO: Bei der Ausbildungsbörse im Drei-Franken-Eck am Mittwoch, 11. April, präsentieren von 17 bis 20 Uhr in der Eventhalle Strohofer in Geiselwind über 40 Unternehmen aus den drei fränkischen Regierungsbezirken ihre Ausbildungsberufe. Mit von der Partie sind auch große Industrie- und Handelsfirmen wie Adidas, Schaeffler, Rauch, Dennert, Morelo, Concorde, Stettler, Thomann, Göpfert, Hänel oder Kräuter-Mix. Gast-Star ist Bloggerin #enyadres, die sich von Schülern interviewen lässt. (www.drei-franken-info.de)

#enyadres interviewen?

Zu Gast bei der Ausbildungsbörse wird auch Bloggerin #enyadres sein. Für eine spannende Unterhaltung mit der 18-Jährigen werden fünf Schüler/innen gesucht, die auf der Bühne ein Interview mit der Bloggerin führen wollen. „Idealerweise schickt Ihr uns ein kurzes Bewerbungsvideo bis Ende März an info@drei-franken-info.de. In dem Video solltet Ihr euch vorstellen und beschreiben, was ihr gerne mit #enyadres diskutieren möchtet“, informiert Jobbörsen-Organisator Josef Körner.

Weitere Informationen gibt es online:

www.drei-franken-info.de.

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