KITZINGEN

Ein Ferienpassprogramm hinterlässt Spuren

Beim Zirkusprojekt auf dem Kitzinger Weinfestplatz haben Kinder und Betreuer ihren Spaß.
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Akrobatische Übungen lernten die Kinder beim Zirkus-Projekt im Rahmen des Ferienpassprogramms. Foto: Fotos: Ralf Dieter
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„Applaus, Applaus, Applaus“, dringt es aus dem Zirkuszelt und einige Spaziergänger am Mainkai in Kitzingen drehen verwundert ihre Köpfe. Vier Tage lang haben 25 Kinder aus Kitzingen und Umgebung beim Zirkus-Projekt im Rahmen des Ferienpassprogramms mitgemacht. Und jede Menge Spaß dabei gehabt.

Gabriel ist acht Jahre jung und trainiert gerade mit Maret und Kane an seiner Bodenakrobatik-Vorführung. Die drei hatten sich vor dem Dienstag dieser Woche nicht gekannt – jetzt turnen sie miteinander auf den roten Turnmatten, als wären sie seit ewigen Zeiten Freunde. Max Spiegel beobachtet die drei genau und gibt noch ein paar Tipps für die verschiedenen Pyramiden. All zu viel muss der Betreuer aber gar nicht sagen. Gabriel, Maret und Kane bilden an diesem Donnerstag schon ganz selbstbewusst verschiedene Formationen mit ihren Körpern, stellen ihre Kraft und Geschmeidigkeit unter Beweis. Im Zelt üben derweil andere Kinder am Trapez – und werden mit „Applaus-Rufen“ von ihren Kameraden angefeuert.

„Die meisten wollten bei der Luftakrobatik dabei sein.“
Jule Valder, Betreuerin

Von Dienstag bis Freitag lief das „Zirkusprojekt“ im Rahmen des Kitzingern Ferienpassprogramms. Drei künstlerische Leiter hat die Firma „Schenk Spaß“ nach Kitzingen geschickt. Neben Max Spiegel haben Lisa Bischoff und Jule Valder die insgesamt 25 Kinder angeleitet. Am Dienstag startete das Programm mit einem Schnuppertraining. Aus insgesamt neun Elementen konnte sich jedes Kind zwei auswählen, die es im Lauf der Woche intensiver einstudieren wollte. Kane hat sich neben der Bodenakrobatik fürs Trapez entschieden. Andere Kinder wollten sich am „Rolabola“, bei der Jonglage oder auf der Laufkugel ausprobieren. „Die meisten wollten jedoch bei der Luftakrobatik dabei sein“, erklärt Jule Valder.

„Das sind die besten Trainer, die man sich vorstellen kann.“
Gabriel, Teilnehmer mit acht Jahren

Lange Tage verbrachten die Betreuer mit den Kindern. Jeweils um 8.30 Uhr startete das Zirkusprojekt, Schluss war um 16 Uhr. „Die Zeit geht schnell rum“, versichert Maret, die schon zum vierten an diesem besonderen Ferienpassprogramm teilnahm. „Man macht immer wieder neue Sachen“, versichert die Elfjährige. Und Gabriel hat ein großes Lob für die künstlerischen Leiter übrig: „Das sind die besten Trainer, die man sich vorstellen kann“, sagt der Achtjährige und strahlt.

„Ich hab' schon richtig Muskeln bekommen.“
Gabriel, Zirkusartist

Bei schönem Wetter übten die Kinder mit ihren Betreuern auf dem Weinfestplatz, bei Regen ging es in das eigens aufgebaute Zelt. Dort gab es Mittags auch was Leckeres zu essen, damit die Kräfte für die weiteren Übungseinheiten am Nachmittag auch ausreichten. Bei Gabriel war das allerdings überhaupt kein Problem. „Ich hab' schon richtig Muskeln bekommen“, sagt er und beugt seinen Oberarm. Vier Tage Zirkusprojekt haben eben ihre Spuren hinterlassen.

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