RÖDELSEE

Ehrenpreis für BRK-Bereitschaft Rödelsee

Der 14. Ehrenpreis der Gemeinde Rödelsee geht an die BRK-Bereitschaft Rödelsee. Die Truppe ging 1954 an den Start und entwickelte sich seitdem ständig.
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Lebendige Feuerwehrgeschichte
Auszeichnung für die BRK-Bereitschaft: Bürgermeister Burkhard Klein (links), sein Stellvertreter Horst Kohlberger und Weinprinzessin Jana Burkholz überreichten Bereitschaftsleiter Sven Hildebrand (dritter von links) den Ehrenpreis der Gemeinde. Foto: Foto: Gerhard Krämer

Der diesjährige Ehrenpreis der Gemeinde Rödelsee als Anerkennung der ehrenamtlichen Verdienste um das Gemeinwohl geht an die BRK-Bereitschaft Rödelsee. Stellvertretend für alle Mitglieder nahm Bereitschaftsleiter Sven Hildebrand die Auszeichnung beim Neujahrsempfang der Gemeinde im Löwenhof entgegen.

Zum 14. Mal seit 2004 hat die Gemeinde diesen Preis verliehen. Nach den Feuerwehren Rödelsee und Fröhstockheim, die den Preis 2015 erhielten, gab es nun für ein weiteres Mitglied der Blaulichtfamilie den Ehrenpreis in Erinnerung an den verstorbenen Bürgermeister Hugo Dotterweich.

Selbstverständliche Hilfe

In seiner Laudatio erinnerte Bürgermeister Burkhard Klein an die Anfänge der BRK-Bereitschaft in Rödelsee. Im Mai 1954 wurde eine Sanitätsgruppe gegründet, im Februar 1963 folgte die Gründung der eigenständigen Sanitätskolonne Rödelsee mit damals 30 Mitgliedern. 1977 kam die Frauenbereitschaft Rödelsee-Fröhstockheim hinzu. 1991 wurde die Sanitätskolonne Markt Einersheim eingegliedert, 2003 wurde eine eigene Jugend-Rot-Kreuz-Gruppe gebildet. Aktuell gehören 22 Männer und 14 Frauen zur Bereitschaft, davon sind 20 aktiv. Die BRK-Bereitschaft Rödelsee sehe ihre Aufgaben in der Aus- und Weiterbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe, sagte Klein.

Schon als selbstverständlich sehe man die Absicherung von Veranstaltungen oder die Unterstützung der Rettungswache Wiesentheid an Wochenenden.

„Die Mitglieder der Bereitschaft leisten seit über 50 Jahren unendlich viel für unsere Gemeinschaft“, dankte der Bürgermeister. „Die Auszeichnung spornt uns an“, erklärte Sven Hildebrand. Die Bereitschaft sei ein Teil der vielen Ehrenamtlichen in Rödelsee und sie leiste ihren Beitrag zur Dorfgemeinschaft. Wenn auch manche die Mitglieder bei Veranstaltungen und Festen „nur herum stehen sehen“, so betonte Hildebrand: „Wir sind da, wenn wir gebraucht werden!“ Hatte Weinprinzessin Jana Burkholz das Ehrenamt in Gedichtform gewürdigt, würdigte auch Klein alle Ehrenamtlichen der Gemeinde, deren Arbeit unverzichtbar geworden sei.

Sommerfest geplant

Allerdings werde der Ehrenpreis künftig nur noch alle zwei Jahre verliehen, im Wechsel an eine Person und an eine Organisation. Mit dem Neujahrsempfang will die Gemeinde künftig das Ehrenamt und den Dank der Gemeinde noch stärker in den Mittelpunkt stellen.

Wurden bisher beim Neujahrsempfang auch sportliche und berufliche Leistungen gerade jüngerer Mitbürger gewürdigt, so soll dies nun in einer eigenen Veranstaltung geschehen. Zumal es immer schwieriger werde, diese Leistungen zu würdigen, würden sie nur sehr selten der Gemeinde gemeldet. Eventuell könnte eine solche Ehrung bei einem Sommerfest zusammen mit der Begrüßung der Neubürger stattfinden. Darüber werde der Gemeinderat noch beraten, kündigte Klein an.

Er forderte weiterhin zum Engagement für das Gemeinwohl auf und bat um Unterstützung der Ehrenamtlichen, und diese nicht als „Ehrenamtskaspar“ milde zu belächeln.

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