KITZINGEN

Ehrenamt bald aus dem Internet

Wer früher eine ehrenamtliche Tätigkeit beginnen wollte, musste sich selbst darum kümmern. Seit 2012 gibt es ein Koordinierungszentrum. Jetzt kommt noch was dazu.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolbild Computer
Symbolbild Computer Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

Wer früher eine ehrenamtliche Tätigkeit beginnen wollte, musste sich selbst darum kümmern. Seit 2012 gibt es das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement WirKT, das Angebot und Nachfrage zusammenbringen will. Bald wird es möglich sein, sich gezielt eine Betätigung im Internet auszusuchen.

„Ehrenamt goes online“ – unter dieser Überschrift entsteht derzeit eine Ehrenamtsdatenbank für den Landkreis Kitzingen. Das neue Projekt kündigte der Leiter des Koordinierungszentrums, Clemens Harmann, in der gemeinsamen Sitzung des Jugendsozialhilfe- und Familienausschusses des Kitzinger Kreistags an. Der Landkreis finanziert das Zentrum mit Büro in der Würzburger Straße mit, dessen Träger der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist.

Beratung zu und Vermittlung von Ehrenämtern ist eine der Aufgaben von WirKT. Dazu kommen die Begleitung von Projekten, Bildungsangebote und Informationsveranstaltungen und die Kontaktpflege beispielsweise mit dem Runden Tisch Asyl.

66 Neuvermittlungen

Hartmann hatte Zahlen für das Jahr 2016 dabei. Danach gab es 66 Neuvermittlungen von Ehrenamtlichen, 115 Bürger haben an Schulungen teilgenommen. Derzeit sind 116 Ehrenamtliche in den verschiedenen Projekten des Koordinierungszentrums unterwegs.

Eines dieser Projekte ist das Freiwillig engagierte Schuljahr (FESJ). An dem haben sich laut Hartmann 69 Schüler aus fünf Schulen beteiligt und sich ehrenamtlich eingesetzt – 4191 Stunden lang, hat Hartmann ausgerechnet.

Gut läuft auch der Stricktreff, bei dem sich Frauen jeden Alters zwanglos in der Würzburger Straße treffen können.

Ausbilder für „kleine Entdecker“

„Kleine Entdecker ganz groß“ ist ein Projekt, bei dem sich Erwachsene ausbilden lassen können, um Kindern die Natur näher zu bringen. Dazu kamen eine ganze Reihe von Vorträgen zu unterschiedlichsten Themen. Flucht und Trauma sowie der Umgang damit spielten dabei ebenso eine Rolle wie die Schulung von Lesepaten, oder der Vortrag „Ehrenamt und was rechtlich dahintersteht“. Gut angekommen ist auch ein Workshop für Vereinsmanagement und -finanzen.

Was nach den Worten von Hartmann gerade gestartet wurde, ist das Projekt Landsleute helfen Landsleuten. Bei dem Gemeinschaftsprojekt von Landratsamt, WirKT, Astrid Glos (Integrationsbeauftragte der Stadt), der Diakonie, des Dekanats sowie des Paritätischen Wohlfahrtsverbands wird versucht, anerkannte Flüchtlinge so auszubilden, dass sie ihre Landsleute unterstützen können.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.