KITZINGEN

Ehrenabend ohne politische Debatten

Der Ortsvorsitzende Stefan Güntner und die Vorsitzende der Frauen-Union Barbara Becker zeichneten 21 langjährige Mitglieder aus.
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Der Kitzinger CSU-Ortsvorsitzende Stefan Güntner (links) und Barbara Becker (rechts) für die Frauen-Union ehrten zahlreiche Mitglieder der CSU und der Frauen-Union, darunter Ruth Bauer (Mitte) für 50 Jahre und Heinrich Lang für 40 Jahre (Dritter von rechts). Foto: Foto: Gerhard Bauer

Politische Reden und Gespräche, Probleme diskutieren und Kompromisse finden – das gibt es beim CSU-Ortsverein Kitzingen das ganze Jahr über. Einmal zusammensitzen, sich unterhalten und das ganz ohne politisches Fachsimpeln war deshalb das Ziel, als „CSUnser Fest“ entstand. Bei dieser Gelegenheit wurden am Mittwoch im Kitzinger Hotel Cavalesto – dem ehemaligen Waldhotel Woodland Inn der US-Army im Richthofen Circle – auch einige Mitglieder geehrt.

Der Ortsvorsitzende Stefan Güntner und die Vorsitzende der Frauen-Union Barbara Becker zeichneten 21 langjährige Mitglieder aus. An ihrer Spitze Ruth Bauer, die für 50 Jahre in der Partei mit der Ehrennadel in Gold mit Brillanten geehrt wurde.

Ihre Entscheidung, der Partei beizutreten und sich in der Politik zu engagieren, fiel damals in Lohr mit der Zielsetzung, den laufenden Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zu unterstützen, erinnert sich Ruth Bauer. Das C und das S im Parteinamen gaben den Ausschlag, denn christlich und sozial wollte sie arbeiten und sich einbringen. Ehemann Rolf Bauer war zu dem Zeitpunkt bereits CSU-Mitglied.

Besonders hervorgehoben wurde zudem die Auszeichnung von Heinrich Lang für 40 Jahre. Lang habe sich als Mann des offenen Wortes erwiesen, der nicht durch die Blume spreche. Vor, während und nach der Gartenschau 2011 habe der Gärtnerobermeister mit seinem Einsatz und seinen Ideen nachhaltig Zeichen gesetzt.

Die Ehrungen waren eingebettet in einen kurzweiligen Bildervortrag, in dem Hugo Weiglein die Geschichte der CSU in Kitzingen seit 1946, ihre Persönlichkeiten und maßgebliche politische Entscheidungen lebendig werden ließ.

Das einzige Grußwort des Abends sprach Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf. Er bewertete den voll besetzten Saal als Indiz dafür, dass die neue Form des Treffens bei den Mitgliedern ankomme. Ruth Bauer beschrieb der Abgeordnete als „beispielgebend“ für alle anderen, dass lebendige Politik Unterstützung brauche und die Mitglieder den Mandatsträgern zur Meinungsbildung und Entscheidungsfindung zuarbeiten müssten. Genau so habe sich Ruth Bauer verhalten und dabei immer ihre Meinung gesagt.

Dass die CSU damit insgesamt richtig lag, sei durch stabile Verhältnisse im Freistaat sowie ein Gefälle zu anderen Bundesländern belegt. Dabei seien heute ganz andere Herausforderungen als in der Nachkriegszeit zu bewältigen.

Hünnerkopf machte auf die kommenden Jahre aufmerksam, da nämlich stehen zahlreiche Wahlen an. Zunächst wolle man sich auf die Bundestagswahl 2017 konzentrieren, um gleich danach die Landtagswahl 2018 vorzubereiten. Unausgesprochen gab er zu erkennen, dass er dann nicht mehr kandidieren werde und jüngeren Kandidaten den Vortritt lassen wolle.

Für die Europa-Wahl 2019 wünschte sich Hünnerkopf deutlich mehr Abgeordnete der CSU in Brüssel.

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