Hellmitzheim

Ehemaliger Stall geht in Flammen auf

Der Brand eines großen ehemaligen Stalles in Hellmitzheim sorgte in der Nacht zum Freitag, 8. Juli, für einen nächtlichen Großeinsatz der Feuerwehr.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das brennende Stroh aus dem Stall wurde von Bagger und Schaufellader auf eine freie Fläche gebracht, dort nochmals auseinander gezogen und weiter von Feuerwehrleuten abgelöscht. Foto: Foto: Gerhard Krämer
+1 Bild

Der Brand eines großen ehemaligen Stalles in Hellmitzheim sorgte in der Nacht zum Freitag, 8. Juli, für einen nächtlichen Großeinsatz der Feuerwehr. Dank des Einsatzes konnte Schlimmeres verhindert werden.

Nach ersten Schätzungen dürfte der Schaden zwar im sechsstelligen Bereich liegen, verletzt wurde aber niemand. Die Brandursache stand bis Freitagmittag noch nicht fest.

Um 1.33 Uhr war der Alarm bei den Feuerwehren eingegangen, nachdem zuvor Anwohner aus der Möchsondheimer Straße und auch aus der Siedlung den Brand bemerkt hatten. „Laute Geräusche“ hätten die Anwohner in der Mönchsondheimer Straße geweckt, schreibt die Polizei in ihrem Bericht.

Nur wenige Minuten später war die Hellmitzheimer Wehr vor Ort und begann mit den Löscharbeiten an dem im Vollbrand stehenden Gebäude, denn unmittelbar an der großen Stallung befindet sich das Wohnhaus der Familie.

Zur Hilfe eilten auch die Wehren aus Iphofen, Mönchsondheim, Possenheim, Dornheim, Nenzenheim, Markt Einersheim und die Kitzinger Wehr mit der Drehleiter. Etwa 200 Feuerwehrleute waren zeitweise im Einsatz, hieß es von Feuerwehrseite.

Auf dem Dach befand sich eine Photovoltaikanlage, auf der Rückseite des früheren Stalles war ein überdachtes Strohballenlager. Tieren waren keine mehr im Stall, die Viehzucht hatte Willi Döblinger schon vor etwa vier Jahren aufgeben. Dafür hatte ein Liebhaber Militärfahrzeuge dort untergestellt, die aber rechtzeitig herausgefahren werden konnten.

Am Einsatzort waren neben Polizei und Rettungsdienst auch die Atemschutzwerkstatt und ein Einsatzleitwagen der Feuerwehr sowie Vertreter der Kreisfeuerwehrführung. Lob und ein Dankeschön gab es von der Wehr nicht nur für das Rote Kreuz, das mit 23 ehrenamtlichen Helfern vor Ort war und die Einsatzkräfte versorgte, sondern auch für das gute Zusammenspiel der Feuerwehren untereinander.

Die kameradschaftliche Hilfe war auch am Morgen nach dem Brand zu spüren, als sich Ortsteilwehren gegenseitig ablösten. Dieses von der Hellmitzheimer Feuerwehr vorgefundene Szenario war vor einiger Zeit auch die Grundlage einer gemeinsamen Übung gewesen.

Die Löscharbeiten dauerten bis in den späten Vormittag hinein, denn das Stroh wurde von Bagger und Schaufellader auf eine freie Fläche gebracht, dort nochmals auseinander gezogen und weiter von Feuerwehrleuten abgelöscht.

Mit Blick auf das Dachgerippe gab es seitens der Familie Döblinger ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr, deren rasches Eingreifen ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindert hatte.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.