DETTELBACH

Ehemalige Sternbräu in der Warteschleife

Die umfangreiche Sammlung zur ehemaligen Brauerei Sternbräu soll angemessen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Nur über das Wie herrscht noch Unklarheit.
Artikel drucken Artikel einbetten
Etiketten von Bieren aus der ehemaligen Sternbräu Brauerei Dettelbach. Foto: Svenja Kloos

Grundsätzlich will die Stadt Dettelbach die Schenkung von Alexander Kraus – eine umfangreiche Sammlung zur ehemaligen Brauerei Sternbräu – angemessen der Öffentlichkeit präsentieren. Das vom Büro Hummel und Lang in der Stadtratssitzung im Februar vorgestellte Konzept entspricht allerdings nicht den Vorstellungen der Räte, wie die Diskussion in der Ratssitzung am Montagabend zeigte.

Auf rund 70 Quadratmetern Fläche im Untergeschoss des Rathauses, gegenüber dem Eingang, durch drei große Fenster von außen einsehbar und gelegentlich auch begehbar, sollte ein Großteil der Exponate dauerhaft ausgestellt werden. Die Kosten dafür sollten sich auf rund 68 000 Euro belaufen.

Schon der Beschlussvorschlag der Verwaltung ließ ahnen: So wie vom Büro vorgestellt, dürfte die Umsetzung nicht erfolgen. Denn offen war die Höhe des Budgets für die Präsentation und in einer Alternative sollte auch ein weiteres Büro Vorschläge machen können.

Nachdem erst Stille im Rat herrschte, ging's plötzlich zu, wie auf einem Basar: Zu steril die Vorschläge des Büros und vor allem zu teuer. 40 000 Euro, mehr sollten nicht investiert werden, dann 30 000 Euro als Obergrenze und am Ende gar nur 25 000 Euro, so die Forderungen aus dem Rat. Und vor allem: Man möchte denn doch einen zweiten Vorschlag über die Gestaltung der Ausstellung haben: Rustikaler, mit Wirtshausflair, vielleicht gar mit dem Inventar eines historischen Gasthauses.

Zum städtischen Beitrag, am Ende einigte sich eine Mehrheit auf 30 000 Euro, sollten von Seiten der Verwaltung auch mögliche Sponsoren und Zuschussgeber abgeklopft werden. Zudem fehle ein Museumskonzept. Auch hier werden Gespräche mit dem Bezirk und eventuell Museen in der Umgebung geführt. Neben dem Büro Hummel und Lang soll ein weiteres Büro nun ein Konzept zur Präsentation der Sammlung von Alexander Kraus erarbeiten. Ehe dafür allerdings die Aufträge vergeben werden können, sind zuvor Angebote abzugeben.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.