MÜNSTERSCHWARZACH

EGM-Abi: Abschied in Worten, Tönen und Bildern

„EGM – die Schule die ist cool!“ Mit dieser Hymne, die sie schon als Fünftklässler gelernt haben, verabschiedeten sich die Abiturienten des Egbert-Gymnasiums.
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Es gab viel zu lachen beim Abschlusskonzert der Abiturienten am Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach. Foto: Foto: Reinhard Klos
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„EGM – die Schule die ist cool!“ Mit dieser Hymne, die sie schon als Fünftklässler gelernt haben, verabschiedeten sich die Abiturienten des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach auf musikalische Art und Weise.

Bevor die Abiturprüfungen losgehen, luden sie zum Abschlusskonzert ein – und der Publikumserfolg war überragend. Über 400 Besucher drängten sich in der vollen Aula und waren begeistert von den Darbietungen.

Einige Schüler zeigten, welchen Klangkörper man ohne Begleitung, nur mit A-capella-Gesang, erzeugen kann.

Darüber hinaus kamen ungewöhnliche Instrumente zum Einsatz, etwa Flaschen, denen man je nach Befüllung einen unterschiedlich hohen Ton entlocken konnte. Neben diesen humorvollen Beiträgen waren höchst anspruchsvolle, symphonische Klänge zu hören. So trat das Streich- und Blasorchester gemeinsam auf und intonierte „Music was my first love“. Ein Hauch von „Blues Brothers“ wehte durch die Aula, als Stefan Nürnberger in die Trompete blies und Stefan Steinberger am Bass in die Saiten griff.

Will man die Aufführungen des Abends beschreiben, so ist der traditionelle Begriff „Konzert“ nur zum Teil richtig: Mit Filmbeiträgen nahmen die Schüler sich selbst und ihre Lehrer aufs Korn. Die Frage, ob sie in den letzten acht Jahren im „falschen Film“ gewesen seien, zog sich wie ein Roter Faden durch die Präsentationen. Viele Anspielungen auf Kino-Erfolge gab es bei einem szenischen Spiel, in dem Isabel Kestler Regie führte. Darin hatten es zwei Schüler nicht geschafft, ihre Seminararbeiten rechtzeitig abzugeben, und spielten rückblickend, was ihnen alles auf dem Weg zur Seminararbeitsabgabe widerfahren war.

Die Zuschauer staunten über die Kreativität der gezeigten Ausreden – die Lehrkräfte waren weniger überrascht, sind sie doch aus dem Schulalltag so einiges gewohnt.

Neben diesen Mulitmedia-Installationen zeigten die Schüler auch, dass es nicht großer Technik bedarf, um kreativ zu sein. Die Macht des Wortes allein, vorgetragen durch eine charismatische Stimme und schauspielerisches Geschick, kann die Herzen der Zuschauer erreichen. So wandelte Saskia Stoss auf den Spuren von Dieter Nuhr, als sie als „Kundin“ das „Gesamtpaket EGM“ für ihre Amazon-Bewertung in den Blick nahm und je nach Güteklasse Sterne verteilte.

Franziska Baumann hielt den Eingangsmonolog von Goethes „Faust“ in abgewandelter, auf ihre Schule passender Form und ließ dabei kein Auge trocken.

Zum gemeinsamen Schlusslied versammelte sich der Jahrgang auf der Aulabühne und dankte Schulleiter Robert Scheller und den Lehrkräften für die Betreuung in acht Jahren.

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