Kitzingen
Ehrenamt

Drei Landkreisbürger mit dem Herz für andere

Es ist immer wieder eine heimelige Atmosphäre, wenn Tamara Bischof besonders engagierte Landkreisbürger zum Kaffeeklatsch in ihr Besprechungszimmer einlädt. Für die Ehrenämtler ist das Händeschütteln mit der Landrätin eine große Anerkennung für ihre Leistung.
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Landrätin Tamara Bischof bedankte sich bei Anna Marie Friedlein, Hugo Keppner und Peter Weigand für ihr außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement.  Foto: Julia Riegler
Landrätin Tamara Bischof bedankte sich bei Anna Marie Friedlein, Hugo Keppner und Peter Weigand für ihr außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement. Foto: Julia Riegler
So war es Hugo Keppner aus Schwarzach am Main vor allem ein Anliegen, seiner Frau zu danken - für die Unterstützung, die er jahrelang von ihr erfuhr. Im Gegenzug war es Bürgermeister Lothar Nagel, der sich über die Auszeichnung seines langjährigen Marktgemeinderatskollegen freute. "Du warst ein Querdenker, aber es war immer angenehm mit dir."

In jungen Jahren angefangen

Hugo Keppner war nicht nur Gemeinderat, sondern auch Jugendleiter und 1. Vorsitzender bei der SpVgg Münsterschwarzach-Gerlachshausen. In seiner Amtszeit wurde viel bewegt und gebaut - unter anderem ein Sportheim, zwei Rasenfelder und ein Bolzplatz. Die Landrätin fand es beachtlich, dass Keppner schon in sehr jungen Jahren mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit begonnen hatte - nämlich mit 24 - und bis heute tätig ist. 3.
Bürgermeister, Jugendleiter und Vorsitzender des BLSV im Groß- und Landkreis und stellvertretender Obermeister der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik sind nur einige Stationen, in die Hugo Keppner viel Arbeit und Herzblut steckte. Dafür wurde er nun mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Freundschaften pflegen

Über das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten freute sich Peter Weigand aus Gaibach. Der gebürtige Tauberbischofsheimer kümmert sich seit den frühen 70er Jahren darum, dass sich ehemalige Gaibacher immer wieder treffen. Für die Schul- und Internatsgemeinschaft des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach organisiert er regelmäßig Ehemaligentreffen - unter anderem auch mehrtägige Bergwanderungen. "Die machen sie dann aber nicht hier im Landkreis", fragte die Landrätin scherzhaft nach.
Das nicht, erhielt sie zur Antwort, aber Peter Weigand hat sich im Kitzinger Umland bestens eingelebt. In Gaibach will ihn niemand mehr missen, schon gar nicht im Landschulheim. Beharrlich versucht er, entstandene Freundschaften zu erhalten und zu pflegen - und knüpft dabei auch immer wieder neue. "Er ist auch bei den aktuellen Schülern immer gern gesehen", sagte Bürgermeister Reinhold Reichl.

Generationenübergreifend

Nicht nur für Schüler, die sie bei der Schulbusaufsicht trifft, sondern auch für Senioren hat Anna Marie Friedlein ein großes Herz. Die Obernbreiterin ist seit 19 Jahren im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth Kitzingen als ehrenamtliche Mitarbeiterin tätig. Alle 14 Tage spielt sie zum Gesang der Heimbewohner Gitarre. "Die ältere Generation kann wenigstens noch die Texte der fränkischen Liedkultur", merkte Landrätin Bischof an.
Das Singen ist aber nicht ihre einzige Tätigkeit. Vom Einkaufen übers "Therapiekochen" und die Hilfe bei Familienfeiern bis hin zur Organisation des Landfrauen-Auftritts in Kitzinger Seniorenheimen ist sie der Gute Geist - und achtet dazu auch noch regelmäßig darauf, dass die junge Generation heil in der Schule ankommt. Und das freut natürlich auch Bürgermeister Reinhard Baier.
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