HÜTTENHEIM

Dorfgemeinschaftshaus als Projekt der Zukunft

In den Haushalten der Gemeinde Willanzheim für die kommenden Jahre wird sich der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses mit Kindergarten markant niederschlagen.
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Der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses mit Kindergarten am Standort des bisherigen Schulhauses (Archivbild) steht in den kommenden Jahren an. Foto: Foto: Hartmut Hess

In den Haushalten der Gemeinde Willanzheim für die kommenden Jahre wird sich der vorgesehene Neubau des Dorfgemeinschaftshauses mit Kindergarten markant niederschlagen. Nach 1,5 Millionen Euro im Jahr 2020 werden noch 700 000 Euro im Jahr 2021 angedacht, insgesamt soll das Projekt nicht mehr als 2,5 Millionen Euro, kosten um einen Architektenwettbewerb und ein teures Vergabeverfahren zu vermeiden. Darüber informierte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert in der Bürgerversammlung in Hüttenheim die rund 40 Besucher.

Die Gemeinde hoffe auf 840 000 Euro an Fördermitteln aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG-Mittel) und die Möglichkeit, das Dorfgemeinschaftshaus über das ELER-Programm der EU gefördert zu bekommen. „Der Baubeginn kann frühestens im Sommer 2019 sein“, sagte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert, denn die Arbeiter könnten erst anrücken, wenn die Schüler in das neue Willanzheimer Schulhaus umziehen können. Der Beschluss zum Abriss des Schulgebäudes sei vordergründig wegen des künftigen Nutzungskonzeptes und dem barrierefreien Zugang für den Kindergarten gefallen.

Ingrid Reifenscheid-Eckert bedauerte, dass der jetzt wieder fahrende Bürgerbus im vergangenen Jahr ziemlich wenig genutzt wurde. Sollte der Bürgerbus heuer ähnlich schlecht frequentiert sein, müsse sich der Gemeinderat damit befassen, ob der Service aufrecht erhalten werden kann.

„Tolles Programm“

Der Höhepunkt des Jahres wird das Wochenende vom 1. bis 3. Juni sein, wenn die Hüttenheimer den Kreisheimattag im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum 1100 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes ausrichten. „Es ist ein tolles Programm zusammen gekommen“, meinte die Bürgermeisterin zum Festwochenende.

Die Bürgermeisterin entschuldigte sich dafür, dass die Gemeinde zuletzt mit 2,02 Euro pro Kubikmeter Abwassergebühr zehn Cent zu viel verlangt habe. Dies sei durch einen Übertragungsfehler passiert und die Bürger würden das Geld zurückbekommen, indem bei der anstehenden Neukalkulation die Abwassergebühren dann günstiger ausfallen werden. Zum Vorhaben der Ausbesserung von Gehwegen in Hüttenheim sagte sie, dass die Sanierung noch zurückgestellt werde, weil derzeit unklar sei, wie es mit dem weiteren Ausbau des schnellen Internets weitergeht. Man wolle vermeiden, dass ein neu verlegtes Pflaster schon nach wenigen Jahren wieder aufgerissen werden müsste.

Reifenscheid-Eckert würdigte das Engagement der Siebener in ihrem Ehrenamt und gab bekannt, dass der Flurgang in Hüttenheim ab dem 16. April erfolge. Sie erläuterte, dass die Erstellung eines Kernwegenetzes innerhalb der ILE (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept)-Gemeinden notwendig ist. Denn ohne das Kernwegenetz werde das Amt für ländliche Entwicklung künftig keine Wegebaumaßnahmen mehr fördern. Ein anderes ILE-Projekt ist die Einstellung einer gemeinsamen Archivkraft, die die Akten aufarbeitet.

Ein ganz spannendes Projekt sei ein Flächenkataster für die Innenentwicklung der Dörfer, um das Thema Leerstände zu aufbereiten zu können. Die Bürgermeisterin teilte mit, dass die Gemeinde einen Bebauungsplan zur Nachverdichtung am Hüttenheimer Baugebiet Sommeried aufstellen wird. Dabei könnten sechs bis acht Bauplätze erschlossen werden. Die Gemeinde wolle das Bauleitverfahren zügig angehen und umsetzen, um einer Umweltverträglichkeitsprüfung aus dem Weg zu gehen, wenn der Aufstellungsbeschluss noch vor dem Jahresende 2019 erfolgt.

Feier 40 Jahre VG Iphofen

Ingrid Reifenscheid-Eckert gab bekannt, dass demnächst viele Mitarbeiter, Gemeinderäte und Bürgermeister, die in den vergangenen 40 Jahren für die Gemeinde tätig waren, eine Einladung für einen Festakt „40 Jahre Verwaltungsgemeinschaft Iphofen“ bekommen werden. Sie informierte weiter, dass der Landkreis künftig auf Antrag einen Zuschuss von 30 Prozent für die Sanierung von Kleindenkmälern gewährt. Abschließend lobte sie die Jugendlichen, denn in allen Ortsteilen haben diese jeweils viel Arbeit in die Sanierungen der Jugendhäuser investiert. Auch beim Waldkindergarten hätten die Eltern viel Eigenleistung erbracht.

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