Kitzingen

Dienst am Nächsten nicht selbstverständlich

Der Kreisverband Kitzingen im Bayerischen Roten Kreuz dankte langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihre besonderen und außergewöhnlichen Verdienste.
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Als Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Kitzingen zeichnete Landrätin Tamara Bischof (links) zahlreiche Helferinnen und Helfer für 25- und 40-jährige sowie 50- und 60-jährige aktive Mitgliedschaft aus.
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Eine kleine und fröhliche Runde traf sich da am Montagabend im Kitzinger Rotkreuzhaus in der Schmiedelstraße. Dorthin hatte der Kreisverband Kitzingen im Bayerischen Roten Kreuz eingeladen, um langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihre besonderen und außergewöhnlichen Verdienste zu danken.

Trotz der zuweilen ernsten Anlässe, bei denen sie Erste Hilfe leisten, ließen die Anwesenden, an diesem Abend Humor und Heiterkeit nicht vermissen. Landrätin Tamara Bischof als Vorsitzende des Kreisverbandes, Kreisgeschäftsführer Harald Erhard und Kreisbereitschaftsleiter Karsten Droll ehrten 17 Helfer für ihre 25- und 40-jährige Mitwirkung und 14 weitere für ihren 50- und 60-jährigen Einsatz. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, sich über eine so lange Zeit in den Dienst des Nächsten zu stellen“, betonte Droll. Zudem bedankten sie sich bei bisherigen Amtsinhabern, die auf der Mitgliederversammlung Ende März in Iphofen nicht mehr kandidiert hatten und dadurch aus ihren Ämtern ausgeschieden waren.

Landrätin: „Der Feier-Landkreis braucht Sie“

„Einen bunten Querschnitt an Mitgliedern unseres Kreisverbandes“ sah Bischof versammelt. Diese Mischung aus Erfahrung, Abgeklärtheit und Einsatzbereitschaft sei der Garant für den Erfolg als Hilfsorganisation. Als einen immens wichtigen Bereich bezeichnete sie die Nachwuchsarbeit des Kreisverbandes, da diese den Fortbestand des Roten Kreuzes im Landkreis sichere.

Die Landrätin erinnerte an die zahlreichen Stunden, die Helfer leisten: „Wir sind ein Feier-Landkreis. Hätten wir Sie nicht, könnten unsere Feste und Feiern nicht so oder gar nicht mehr stattfinden.“

Ursula Göpfert aus Marktbreit amüsierte die Anwesenden mit einem Gedicht, mit dem sie nach ihrer Auszeichnung auf humorvolle Art die Selbstverständlichkeit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für das Rote Kreuz zum Ausdruck brachte, sich bedankte und ankündigte, weiterhin aktiv zu sein. Besonderen Applaus erhielt Marie Hermann aus Repperndorf für 60 Jahre als Helferin. „Ein ganz herzliches Dankeschön für diese sechs Jahrzehnte“ sprach Bischof aus, da in dieser Zeit sicherlich einige ehrenamtlichen Stunden zusammengekommen seien.

Verdienste über das normale Maß hinaus

Für besondere Leistungen wurden Andrea Finger und Hanjo von Wietersheim mit dem Ehrenzeichen der Bereitschaften in Bronze ausgezeichnet. Finger als stellvertretende Bereitschaftsleiterin und von Wietersheim als psychosoziale Fachkraft im Arbeitskreis Krisenintervention setzen sich dort „über das normale Maß hinaus“ ein.

Für ihre besonderen Verdienste als Mitglieder im Haushaltsausschuss zeichnete der Kreisverband Bernhard Lenz und Jutta Heinlein nach mehr als 20 Jahren sowie Peter Haupt nach zwölf Jahren erfolgreicher Arbeit mit der Ehrennadel in Silber aus. Heinlein war zudem seit 2005 als stellvertretende Vorsitzende dieses Gremiums tätig.

Für außergewöhnliche Verdienste erhielt Raimund Mahlberg die Ehrennadel in Gold. Mit der Sitzung im Jahr 1994 vertrauten die Mitglieder dem erfahrenen Juristen mehr als 20 Jahre lang den Vorsitz des Ausschusses an. In ihrer Laudatio betonte Bischof eine stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Mahlberg. Ebenso sei er aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und hohen persönlichen Kompetenz ein Ratgeber. Raimund Mahlberg hatte sich ebenso wie Lenz, Heinlein und Haupt auf der letzten Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wahl gestellt.

Während der Feierstunde erhielten der stellvertretende Chefarzt Dr. René Wildenauer, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Andreas Barber und Claudia Mahler als Leiterin der Jugendarbeit Präsente überreicht, da auch sie aus ihren Ämtern ausgeschieden waren. Alle drei bleiben dem Kreisverband in verantwortungsvoller Position erhalten.

Ehrungen beim BRK-Kreisverband Kitzingen

Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes in Silber (25 Jahre): Konrad Mittenzwei (Rödelsee), Joachim Müller (Obernbreit).

Ehrenzeichen des Freistaates Bayern am Band in Silber (25 Jahre): Dietrich Heinemeyer (Nordheim), Marco Maiberger (Volkach), Konrad Mittenzwei (Rödelsee), Joachim Müller (Obernbreit), Robert Nowak (Volkach), Annalaska Wolf (Volkach), Christian Zang (Volkach).

Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes in Gold (40 Jahre): Beate Fiala (Sommerach), Monika Glaser (Dettelbach), Ursula Göpfert (Marktbreit), Frieda Grösch (Kitzingen), Heinz Müllender (Obernbreit), Michael Ott (Prichsenstadt), Klaus Schömig (Prichsenstadt), Joachim Seßler (Prichsenstadt), Gabriele Steinmann (Marktbreit), Isa Weidenbach (Dettelbach).

Ehrenzeichen des Freistaates Bayern am Band in Silber (40 Jahre): Beate Fiala (Sommerach), Monika Glaser (Dettelbach), Ursula Göpfert (Marktbreit), Frieda Grösch (Kitzingen), Heinz Müllender (Obernbreit), Michael Ott (Prichsenstadt), Klaus Schömig (Prichsenstadt), Joachim Seßler (Prichsenstadt), Gabriele Steinmann (Marktbreit), Isa Weidenbach (Dettelbach).

Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes (50 Jahre): Bruno Kram (Nordheim), Karl Patzelt (Volkach), Richard Scharnagel (Marktbreit).

Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes (60 Jahre): Marie Hermann (Repperndorf).

Ehrenzeichen der Bereitschaften in Bronze (für besondere Leistungen): Andrea Finger (Mainstockheim), Hanjo von Wietersheim (Mainstockheim).

Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes in Silber (für besondere Verdienste): Bernhard Lenz (Haushaltsausschuss), Peter Haupt (Haushaltsausschuss), Jutta Heinlein (Haushaltsausschuss). Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes in Gold (für außergewöhnliche Verdienste): Raimund Mahlberg (Haushaltsausschuss).



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