Sommerach

Die Vorfreude ist enorm

Theophil Steinbrenner begrüßt heuer unter anderem Hansi Staller bei seiner Kulturreihe. Wasser ist das zentrale Thema im Museum
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Steinbrenner
Freut sich auf die neue Saison im Museum und auf der Kleinkunstbühne: Theophil Steinbrenner.
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Die älteste Kleinkunstbühne in Stadt und Landkreis Kitzingen erwacht wieder zum Leben. Theophil Steinbrenner eröffnet die 31. Saison von „Kultur in Turm & Saal“ an den bekannten Spielorten in Sommerach und Schwarzach.

Frage: Am heutigen Mittwoch startet Ihr neues Kulturprogramm und am 24. März eröffnen Sie die 31. Museums-Saison. In Ihrer Pressemitteilung schreiben Sie: „Der Winterschlaf ist vorüber“. War es denn wirklich still für Sie?

Theophil Steinbrenner: Na ja, der Winterschlaf betrifft eigentlich mehr meine Mitglieder, denn denen gönne ich nach unserer Großveranstaltung, der „Schwarzacher Weihnacht“, in den ersten beiden Monaten des Jahres noch eine kleine Pause, bevor es wieder richtig losgeht. Für mich selbst gibt es in der Zeit schon genug Arbeit mit den Vorbereitungen, mit den vertraglichen Verpflichtungen und mit der Gestaltung neuer Kunstwerke. Das Museum öffnet schließlich am 24. März auch wieder mit einer neuen Ausstellung. Und es müssen die großen Arbeiten geplant und vorbereitet werden, die es im Laufe des Jahres zu gestalten gilt – aktuell sind das zwei große Brunnenobjekte in Uelzen und in Nürnberg.

Das neue Programm klingt wieder vielversprechend. Auf welchen Künstler freuen Sie persönlich am meisten?

Steinbrenner: Natürlich freue ich mich auf alle Künstler, die bei mir auftreten. So wie diese sich selbst auch freuen, hier auftreten zu dürfen. Sehr freue ich mich auf die beiden virtuosen Musikprofessoren Burr & Kleiber, die heuer die Sommerserenade auf der Seebühne in meinem Skulpturenpark gestalten. Und dann freue ich mich vor allem auch noch auf Helmfried von Lüttichau, den man besser kennt als Hansi Staller aus der Fernsehserie „Hubert und Staller“. Er ist sehr intellektuell, schreibt selbst hervorragende Gedichte und auch Lyrik und ist insgesamt ein äußerst interessanter und auch sehr sympathischer Mensch. Ja, auf ihn freue ich mich schon.

Worauf legen Sie Wert bei der Auswahl der Künstler?

Steinbrenner: Mein Jahresprogramm ist zwar sehr ausgewogen, hat aber eine ganz klare Linie. Das wissen inzwischen auch die Künstler, die sich bei mir um einen Auftritt bewerben. Dabei geht es mir erst einmal um ein gewisses Niveau. Dann muss das Angebot in die von mir vorgegebene Linie passen und die Künstler müssen auch bezahlbar sein. Denn manche haben da Vorstellungen und meinen immer noch, dass man sich mit einem Kulturangebot eine goldene Nase verdienen könnte, wovon sie unbedingt etwas abhaben müssten. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, geht es in die Planung des Ganzjahresprogrammes, teilweise sogar schon zwei Jahre im Voraus.

Die neue Jahres-Ausstellung bildet den Auftakt in die Museumssaison. Um was geht es heuer?

Steinbrenner: Mein diesjähriges Jahresthema ist das Wasser und um dieses Thema wird sich auch meine neue Ausstellung im Turm drehen, verbunden mit einigen meiner Brunnen. Nach den langen und düsteren Wintermonaten kommt auch der Frühling nicht zu kurz, auf den sich ja jetzt schon wieder alle freuen. Es sind auch einige neue Skulpturen entstanden, die ich gerne mit in die Ausstellung einbringen möchte – vorausgesetzt sie sind bis zur Eröffnung nicht schon wieder verkauft, wie gerade erst geschehen. Aber auch das gehört eben dazu.

Volles Programm

Heute Auftakt: Mit seinem 31. Jahresprogramm „Kultur in Turm und Saal“ startet Theo Steinbrenner ins Kulturjahr 2018. Am Mittwoch, 14. März, gastieren um 19.30 Uhr die „Frankomanen“ im Turm-Museum – mit Blues und Balladen in fränkischer Mundart.

Tickets: Karten für die Veranstaltung gibt es unter Tel. 09234/1054 oder in der Galerie am Langen Wasen in Schwarzach am Main, Tel. 0170/ 2476714.

Zum Vormerken: Samstag, 24. März, 16 Uhr: Start in die Museums-Saison im Turm-Museum mit Eröffnung der neuen Jahres-Ausstellung und anschließendem gemütlichen Ausklang im Historischen Saal des Gasthofes Schwan in Sommerach – bei musikalischer Unterhaltung durch das „Duo Tuneful“ aus Forchheim.

Mittwoch, 11. April: Gerhard Bach aus Sondheim in der Rhön liest im Turm-Museum Sommerach aus eigenen Werken die ursprüngliche Rhöner Mundart.

Mittwoch, 9. Mai: Dieter Hutmacher, ein Liedermacher alter Schule , im Gasthaus „Zum Schwan“, Sommerach;

Mittwoch, 13. Juni: „Heavy classic Leipzig“ sind mit konzertanter Musik, die rockt, Zu Gast im Gasthaus „Zum Schwan“;

Sonntag, 8. Juli: Matinee zur Sommerserenade auf der Seebühne im Skulpturenpark in Schwarzach – mit den Musikprofessoren Burr & Klaiber;

Sonntag, 9. September: Matinee zu Gehobener Literatur mit Schau- spielerin Rita Russek im Turm-Museum Sommerach;

Mittwoch, 10. Oktober: „Celarda“ gastiert mit keltischer Musik im Turm-Museum;

Mittwoch, 14. November: „Lyrik trifft Musik“ mit Beate Himmelstoß und Heinz Grobmeier im Turm- Museum;

Freitag, 14. Dezember / Samstag, 15. Dezember / Sonntag, 16. Dezember: 28. Schwarzacher Weihnacht mit Schauspieler Helmut Friedrich Wilhelm Helmfried Graf von Lüttichau, besser bekannt als Hansi Staller, in der Arche in Schwarzach.

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