LANDKREIS KITZINGEN

Die Sonnenblume ist eine „Gute-Laune-Blume“

Mal Hand auf Herz: Wer von Ihnen wusste, dass die prächtige Sonnenblume zu den Heilpflanzen gehört? Sie hilft bei Rheuma und schmeckt auch als Brotaufstrich.
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Sonnenblumen haben es Mathilda in Sommerach angetan. Foto: Foto: Sauer

Mal Hand auf Herz: Wer von Ihnen wusste, dass die prächtige Sonnenblume zu den Heilpflanzen gehört? Sie stammt ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika. Im 16. Jahrhundert brachten sie spanische Seefahrer nach Europa. Allerdings dauerte es fast noch 100 Jahre, bis man sie als Nutzpflanze erkannte. Der wissenschaftliche Name Helianthus annuus lässt sich aus dem Griechischen ableiten, von „helios“ (Sonne) und „anthos“ (Blume). Auffallend sind ihre großen Blüten und die extreme Wuchshöhe. Sie ist ein Korbblütler mit herzförmigen Blätter. Andere Bezeichnungen lauten: Sonnenrose, Gottesauge, Sonnenstern oder Goldblume. Bei den Azteken trugen die Priesterinnen Kronen aus Sonnenblumen. Man verehrte sie als heilige Pflanze. Die Blüten galten als Symbol für Fruchtbarkeit, Gesundheit und Weisheit. Aus den eingestampften Samen stellten sie ihr Brot her. Auch bei Insektenstichen oder Bissen von giftigen Spinnen und Skorpionen wurden die Samenkörner eingesetzt. Diese Blume wendet sich immer wieder der Sonne entgegen. Sie gehört zu den Sonnenkräutern, die uns Kraft schenken und unser Herz erfreuen. Tee wie Tinktur aus Blütenblätter schenken uns gute Stimmung in stressigen oder schweren Zeiten, ähnlich wie das Johanniskraut.

Der Tee aus den Blüten ist nicht nur leuchtend gelb, sondern schmeckt auch noch dazu sehr gut. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind vielseitig: Aminosäuren, Glykoside, Flavonoide, Lecithin, Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium, Vitamin A, B, D, E, F und K sowie wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Der hohe Eiweißgehalt macht sie bei Veganer und Vegetarier gerade in der heutigen Zeit sehr beliebt. Das aus den Kernen gewonnene Öl kann vorbeugend gegen Blutarmut und Zahnfleischerkrankungen sein. Es hält die Gefäße flexibel, beugt Arteriosklerose vor und stärkt Herz und Kreislauf. Äußerlich kann man es bei Rheuma und Hauterkrankungen anwenden.

Und wer kennt sie nicht? Die sogenannte Ölziehkur: Dazu wird 1 EL kalt gepresstes Sonnenblumenöl in den Mund genommen und etwa 5 bis 10 Minuten „gekaut“ und danach ausgespuckt. Über die Mundschleimhaut nimmt das Öl die Giftstoffe z.B. von Quecksilber aus Zahnfüllungen auf. Nach diesem Vorgang sollten daher die Zähne gründlich geputzt werden.

Mein Rezeptvorschlag

Brotaufstrich mit Sonnenblumenkernen Zutaten: 100 g Sonnenblumenkerne ohne Schale, 50 g Sonnenblumenöl, etwas Wasser, 1 EL Majoran, 1 TL Kräutersalz, Pfeffer, Schnittlauch und andere Kräuter nach Belieben, evtl. 1 Zwiebel. Zubereitung: Sonnenblumenkerne und Öl mit etwas Wasser in einem hohen Gefäß pürieren, mit den Gewürzen abschmecken und im Kühlschrank durchziehen lassen. Eine leckere, gesunde Alternative zur Leberwurst.

Guten Appetit!

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