ABTSWIND

Die Mauer am Friedhof kostet viel Geld

Die letzte Sitzung vor Weihnachten brachte den Abtswinder Gemeinderäten eine Überraschung, mit der sie nicht unbedingt gerechnet hatten.
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Renovierungsbedürftig sind die Außenmauern am Friedhof in Abtswind. Die Gemeinde rechnet mit über 100 000 Euro. Foto: Foto: Stöckinger

Die letzte Sitzung vor Weihnachten brachte den Abtswinder Gemeinderäten eine Überraschung, mit der sie nicht unbedingt gerechnet hatten. Die bevorstehende und sichtlich notwendige Sanierung der Außenmauern am Friedhof fällt wohl um einiges teurer aus, als zunächst gedacht. Eine noch vorsichtige erste Schätzung geht von Kosten um die 110 000 Euro aus. „Ich bin fast vom Hocker gefallen“, kommentierte Bürgermeister Jürgen Schulz die für ihn unerwartete Summe für die Reparatur.

Am Mauerwerk aus Sandstein sind die Schäden vor allem an der Südseite, also zur Straße nach Rüdenhausen hin, sichtbar. Nicht viel besser sieht es auf der östlichen Seite aus. Das Ganze dürfte nicht so einfach zu beheben sein und müsste wohl von Grund auf angegangen werden, wie Bürgermeister Schulz meinte. Das Fundament hat sich teilweise bereits etwas gesetzt, es muss mit Stahlbeton gefestigt werden.

Die Mauer selbst muss wohl auf der gesamten Höhe von 1,20 Meter komplett neu gesetzt werden. Weil einige Grabsteine praktisch direkt an der Mauer sitzen, müssen diese während der Arbeiten entfernt und später neu gesetzt werden.

Bei den Gemeinderäten herrschte kein Zweifel an der Notwendigkeit der Arbeiten. Das Ganze soll noch einmal detailliert in Augenschein genommen und dann geplant und ausgeschrieben werden, hieß es.

Bauhof ist ein größeres Projekt

In der Besprechung, in der es darum ging, wo die Gemeinde im kommenden Jahr Geld ausgeben wird, kam zudem der Bauhof an die Reihe. Auch das werde „ein größeres Projekt, als ich zunächst gedacht habe“, gab Schulz zu. Schon länger brennt es den Gemeindeoberen unter den Nägeln, die nicht gerade schmucke und in Holzbaracken und Containern untergebrachte Einrichtung am Stämmbauersweg abzureißen.

An gleicher Stelle soll ein massives Gebäude entstehen, das unten Platz für zwei Hallen bietet. In den Räumen darüber will die Gemeinde ihr Archiv unterbringen. Dafür werden 540 000 Euro im Etat eingeplant.

Anschluss an B 286 erwartet

Weitere größere Brocken im Gemeinde-Etat für 2017 werden die Bau- und Gewerbegebiete sein, wofür insgesamt über 1,5 Millionen Euro eingeplant sind. Allein für die Erschließung der rund 24 Bauflächen am Röthlein fallen über 800 000 Euro an. Beim Gewerbegebiet in Richtung Wiesentheid setzt die Gemeinde darauf, dass mit dem Anschluss der Straße zur B 286 hin begonnen wird.

Größere Posten stellen zudem die Sanierung der Mietwohnung im ersten Stock des Rathauses (50 000 Euro) sowie die Sanierung des oberen Torhauses (50 000 Euro) dar. Außerdem sind für den Umbau des Kindergartens 55 000 Euro eingestellt, für Arbeiten am Kantersbach weitere 35 000 Euro. Ferner regte Bürgermeister Schulz an, neue Stühle und Tische für das Haus des Gastes anzuschaffen. Im Plan ist auch der Kauf eines Baggers für den Bauhof, der mit 36 000 Euro zu Buche schlägt. Die Räte waren mit den vorgeschlagenen Investitionen einverstanden.

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