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Die Marke Steigerwald stärken

Wandern, Natur, Wein, Wald, Ruhe, Erholung, Kultur, Baumwipfelpfad, Landschaft, Radfahren, Bier: Alles Begriffe, die mit dem Steigerwald in Verbindung gebracht werden.
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Körperliche Herausforderungen bietet der Baumwipfelpfad bei Handthal, der sich zur Touristenattraktion entwickelt hat. Foto: Foto: Mahr
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Wandern, Natur, Wein, Wald, Ruhe, Erholung, Kultur, Baumwipfelpfad, Landschaft, Radfahren, Bier: Alles Begriffe, die mit dem Steigerwald in Verbindung gebracht werden, die die Region auch reichlich zu bieten hat. Diese Assoziation ist ein Ergebnis aus der laufenden Strukturanalyse. Ein anderes: zu wenig Geld und zu wenig Personal.

In der Jahresversammlung des Tourismusverbandes Steigerwald und des Naturparks Steigerwalds im Casteller Weinstall (Landkreis Kitzingen) erläuterte Geschäftsführer Rüdiger Eisen den Zwischenbericht der bei ift-consulting in Auftrag gegebenen Strukturanalyse. Dabei hat das Büro touristische Organisationseinheiten erfasst und analysiert, mit Experten gesprochen und online die Akteure der Steigerwaldregion befragt.

Unter die Lupe genommen wurde die personelle Besetzung der Touristinfo Steigerwald, unter deren Dach sich auch die 1,5 Stellen für den Tourismusverband und eine 0,5 Stelle für den Naturpark angesiedelt haben. Hier ist ift-consulting laut Rüdiger Eisen zu dem Schluss gekommen, dass es eine klare Transparenz geben müsse, womit eine stärkere Trennung von Kreis-Fremdenverkehrsamt, Tourismusverband und Naturpark notwendig sei. Und: Es gebe zu wenig Personal auf regionaler Ebene im Vergleich zum Aufgabenumfang.

Hoffnungsfroh stimmt Eisen, dass bei der Online-Befragung herauskam, dass 24 Prozent der Aussage „Mein Betrieb wird sich in den kommenden drei Jahren positiv entwickeln“, voll zustimmten, 40 Prozent überwiegend zustimmten. Ähnlich fiel die Einschätzung zur positiven Entwicklung des Tourismus im Steigerwald aus.

„Es muss in unserem Interesse liegen, dass der Steigerwald gut aufgestellt ist.“
Josef Mend, Bürgermeister Iphofen

In der Außendarstellung verwendeten zwei Drittel der bisher Befragten den Begriff „Steigerwald“. Der Großteil erachtete dies auch für die Zukunft als sinnvoll. Aus der Versammlung heraus wurde zudem der Wunsch geäußert, dass sich auch alle als Steigerwäldler sehen sollten. Dazu müssten sich aber auch alle kennen. Angeregt wurde ferner, das Logo des Naturparks verstärkt zu nutzen, zum Beispiel als Hinweisschild, dass man Naturparkgemeinde ist.

Landrätin Tamara Bischof konnte dies nur unterstützen. Zuerst müsse aber das Gutachten vorliegen, das dann Diskussionsgrundlage sei. Sie rechnet aber damit, dass mehr Personal notwendig sein wird. Iphofens Bürgermeister Josef Mend wies darauf hin, dass den Naturparks mehr Aufgaben zugewiesen werden. „Es muss in unserem Interesse liegen, dass der Steigerwald gut aufgestellt ist“, mahnte er. Für Scheinfeld Bürgermeister Claus Seifert ist es auch selbstverständlich, dass die Gemeinden stärker mit einsteigen müssen.

Eisen rechnet mit Frühherbst, bis das Gutachten vorliegt. Der Vorsitzende des Tourismusverbandes, Landrat Helmut Weiß (Neustadt/Aisch-Bad Windsheim), und der Naturpark-Vorsitzende, Landrat Johann Kalb (Bamberg), sagten zu, dann unverzüglich die jeweiligen Vorstände zu informieren,

In seinem Rückblick auf 2016 sprach Eisen von 1,9 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 3,9 Prozent. Auf Bad Windsheim entfielen 350 103 Übernachtungen, auf Bamberg 659 854 und auf den Landkreis Kitzingen 671 829.

Für Januar bis März dieses Jahres gibt es laut Rüdiger Eisen aber ein Minus von 2,9 Prozent, was dem Wetter geschuldet sei, denn auch Campingplätze fließen in die Zählung mit ein. Für Bad Windsheim gibt es bei 71 543 Übernachtungen in diesem Zeitraum ein Minus von 5,9 Prozent, für Bamberg mit 60 142 Übernachtungen ein Minus von 2,1 Prozent.

Der Tourismusverband zählt 74 Mitglieder und zwölf Wahlmitglieder, die primär anderen Tourismusverbänden angehören. Laut Eisen soll noch in diesem Jahr die neue Homepage präsentiert werden. 2018 soll zehn Jahre Steigerwald-Panoramaweg gefeiert werden. Beim Kelten-Erlebnisweg ist Thüringen ausgestiegen, laut Eisen liefen nun Gespräche mit dem Landkreis Hassberge und der Gemeinde Staffelstein. Um den Aischtal-Radweg kümmert sich künftig der Tourismusverband.

Der Naturpark Steigerwald hat künftig neben den sechs Landkreisen, einigen Gemeinden und Organisationen 24 weitere Orte als Mitglieder, darunter Abtswind, Geiselwind, Iphofen, Kleinlangheim, Markt Einersheim, Rüdenhausen, Sand am Main, Rödelsee, Seinsheim, Wiesenbronn und Willanzheim. Geplant sind neben der erneuten Zertifizierung des Steigerwald-Panoramawegs auch eine Image-Broschüre mit der Fauna und Flora des Steigerwaldes.

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