KITZINGEN

Die Definition von Fahrverbot

Auto fährt der 22-Jährige für sein Leben gerne. Dafür hat er es nicht so mit Gesetzen. Diese Mischung brachte den jungen Mann jetzt erneut vor Gericht.
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justice Foto: liveostockimages (iStockphoto)

Auto fährt der 22-Jährige für sein Leben gerne. Dafür hat er es nicht so mit Gesetzen. Diese Mischung brachte den jungen Mann jetzt erneut vor Gericht: Er war mal wieder trotz eines Fahrverbots unterwegs gewesen – gerade so, als würde ihn das alles nichts angehen.

Der Auszubildende, für den bereits bis Ende 2017 ein Fahrverbot gilt, schnappte sich Ende vergangenen Jahres einfach Papas Auto und blendete dabei völlig aus, dass das seine Situation noch einmal um einiges verschlimmern könnte. Ob er es inzwischen kapiert hat, ist immer noch nicht klar. Weshalb sich der Kitzinger Strafrichter Bernhard Böhm als Nachhilfelehrer versuchte: „Fahrverbot heißt, Sie dürfen nicht fahren. Das ist eine Straftat!“

Nicken auf der Anklagebank

Das Nicken auf der Anklagebank kommt eher zögerlich. Gleich zweimal war der 22-Jährige vergangenen Winter erwischt worden: Einmal nachts im Mainfrankenpark und einmal am frühen Abend in der Mainbernheimer Straße in Kitzingen.

Die beiden Fahrten lassen den Führerschein und den Traum vom Autofahren nun in noch weitere Ferne rücken: Wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis muss der Auszubildende zum einen tief in die Tasche greifen, die ausgesprochene Geldstrafe liegt bei 3250 Euro (130 Tagessätze zu je 25 Euro). Zum anderen wird die Sperrfrist für den Führerschein um weitere sieben Monate verlängert.

Deutliche Worte

Dazu gab es noch einmal deutliche Worte vom Gericht: Der junge Mann sei scheinbar nicht bereit, „sich gesetzeskonform zu verhalten“.

Und noch etwas bekommt der 22-Jährige mit den (Fuß-)Weg: „Sie sind ein Wiederholungstäter, der ungeeignet ist zum Führen eines Fahrzeugs!“ Ob's diesmal angekommen ist, werden die nächsten Monate zeigen, die der Autoliebhaber zu Fuß unterwegs sein wird.

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