SICKERSHAUSEN

Der Weihnachtsbaum soll nicht in die Ortsmitte

Bei 30 Grad Celsius beschäftigte in der Bürgerversammlung die Sickershäuser ein Thema der kalten Jahreszeit: Der Standort des Weihnachtsbaumes.
Artikel drucken Artikel einbetten
Christbaum Tanne Nadelbaum Zweig Weihnachtsbaum
Foto: nnorozoff (iStockphoto)

Rund 30 Grad Celsius und Mitte Juli, dennoch beschäftigt die Sickershäuser bereits ein Thema der kalten Jahreszeit. In weniger als fünf Monaten soll es wieder so weit sein, dass ein Weihnachtsbaum den Kitzinger Stadtteil beleuchtet. Doch der bisherige Standort am Ende der Markgrafenstraße zur Einmündung am Kirchplatz ist den Bürgern Sickershausens ein Graus.

Mit der Verkehrsbake und dem blinkenden Signallicht wollen sie sich nicht anfreunden. Dass der bisherige Platz des Weihnachtsbaums recht genau in der Ortsmitte liege, sei zwar ein Argument, doch „alles wäre besser als der aktuelle Standort“, lautete der Tenor in der Bürgerversammlung.

Viel Zustimmung für neuen Platz

Der Vorstoß aus den eigenen Reihen, einen neuen Platz zum Aufstellen des Baums zu suchen, stieß in der Versammlung auf eine schnelle und breite Zustimmung. Oberbürgermeister Siegfried Müller fragte per Handzeichen ab. Das Ergebnis: die Mehrheit möchte einen Umzug. „Entscheiden müssen es die Sickershäuser“, erklärte der OB, stellte aber in Aussicht: „Wenn der Wunsch vorhanden ist, werden wir dem gerne nachkommen.“

Schnell war eine Alternative gefunden: An der ehemaligen Gemeindewaage sei zum einen die benötigte Bodenhülse zum Einlassen des Baumes, zum anderen ausreichend Platz vorhanden, so viel, dass nebenan ein Glühweinstand aufgestellt werden könnte.

Das eigentliche Thema der Bürgersammlung am Montagabend in der Sickerhalle – der Umbau und die Modernisierung der Grund- und Mittelschule Kitzingen-Siedlung – war schnell abgehandelt. Das Thema betreffe den Stadtteil zwar nicht direkt. Aufgrund der bestehenden Nachbarschaft irgendwie aber doch, stellte Bauamtsleiter Oliver Graumann vor den rund 30 Zuhörern fest und stellte ihnen das „derzeit größte und intensivste Projekt in meinem Bereich“ vor. Die Fertigstellung bis Herbst 2019 sei „ein sportliches Ziel“.

Zeitplan soll aufgeholt werden

Er sei zuversichtlich, den Termin einhalten zu können. Zwar bestehe aktuell ein Verzug von drei Wochen, doch Müller fügte an, dass auf der Baustelle an den vergangenen vier Samstagen gearbeitet und der Zeitplan aufgeholt worden sei.

Mehr als das 10,6 Millionen Euro teure Projekt, das den Schulstandort Kitzingen aufwerten soll, bewegen die Probleme des täglichen Mit- und Nebeneinanders die Sickershäuser. Besonders lebhaft wurde über das rücksichtslose Abstellen von Autos an ungünstigen oder beeinträchtigenden Stellen diskutiert.

Falschparker können ans Ordnungsamt gemeldet werden

Am Kirchplatz, in der Raiffeisenstraße, im Studierweg und in der Schulstraße rund um den Kindergarten sowie in der Schillingstraße wurden häufiger kreuz und quer parkende Fahrzeuge beobachtet. „Wenn ein Parkverstoß festgestellt wird, führt die Lösung nur über den Geldbeutel“, wies Müller auf die Möglichkeit hin, diese ans Rechts- und Ordnungsamt zu melden. Noch mehr Schilder aufzustellen, halte er nicht für zielführend.

Wohin der Weg der Sickershäuser führe, demnächst nicht mehr ins Gasthaus Goldener Löwe, beschäftigte Robert Heinkel als Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft. Dabei ging es ihm nicht nur um das gesellige Beisammensein: „Es wäre wünschenswert, wenn gerade die kleineren Vereine weiterhin eine Möglichkeit hätten, die sie für sich nutzen könnten.“ Als Alternative käme die von der Gemeinschaft örtlicher Vereine verwaltete Sickerhalle in Betracht.

Jedoch sei dort zu beachten, die Anwohner nicht zu sehr zu belasten, erklärte Florian Beer. Uwe Köhler brachte das Sportheim ins Spiel, das über ein eigenständig nutzbares Nebenzimmer verfüge. Oberbürgermeister Müller regte an, sich bei Bedarf mit den beiden in Verbindung zu setzen.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.