CASTELL

Der Wald steht gut da

Der Wirtschaftsplan für den Wald sieht einen Holzeinschlag von 800 Festmetern pro Jahr vor. In den vergangenen vier Jahren wurden aber nur 1900 Festmeter eingeschlagen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bis in die Baumwipfel: Die Beförsterung des Thundorfer Gemeindewaldes steht zur Disposition. Foto: Foto: Landgraf

Der Forstwirtschaftsplan für den Casteller Gemeindewald aus dem Jahr 2012 sieht eigentlich einen Holzeinschlag von rund 800 Festmetern (fm) pro Jahr vor. In den vergangenen vier Jahren wurden rund 1900 fm eingeschlagen, wie Dieter Rammensee von der Forstbetriebsgemeinschaft Kitzingen in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend berichtete. Er ist als Förster für den Wald zuständig.

„Nachhaltigkeit im Wald hat Vorrang, die gemäßigte Holzentnahme ist auch im Interesse des Gemeinderates, da auch nachfolgende Generationen vom Wald profitieren sollen“, sagte Bürgermeister Jochen Kramer. Die Tendenz zu einem gemäßigten Holzeinschlag zeigte sich auch 2015, als mittels Entnahme von schwachem Laubholz und Pflege von jüngeren Eichenbeständen 273 fm geerntet wurden. Für 2016 sieht der Forstbetriebsplan den Einschlag von etwa 435 fm vor. Bei der Pflege liegt der Schwerpunkt auf der Entnahme von Holunder- und Haselnussbüschen, außerdem sollen Pflanzungen vorgenommen werden. Werden alle geplanten Maßnahmen durchgeführt, dürften die Einnahmen bei rund 23 500 Euro und die Ausgaben bei etwa 20 000 Euro liegen, schätzte Rammensee.

Der Tagesordnungspunkt „Entwicklung einer Nachhaltigkeitsregion Steigerwald“ wurde vertagt. Eine kurze Diskussion gab es zum Thema Nationalpark Steigerwald und zum Trittsteinkonzept im Staatswald. Das finde im Casteller Wald jetzt schon seinen Niederschlag, da man auf Biotopbäume und Totholz achte, meinte der Forstmann, der sich mit dem Waldaufbau und der Baumartenvielfalt im Casteller Wald rundum zufrieden zeigte.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.