SULZFELD

Der nackte Wahnsinn kommt an

„Der nackte Wahnsinn“ ist nicht nur eine der weltweit am meisten gespielten Komödien. In der Version des Theaters „Diamant“ das Stück auch in Sulzfeld gut an.
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Theater in Sulzfeld: Links im Bild Petra Thamm, die seit vielen Jahren in Sulzfeld in einem kleinen Türmchen wohnt und den Kontakt zwischen dem Weinort und dem Berliner Ensemble pflegt. Die Berliner waren bereits zum siebten Mal in Sulzfeld. FOTO: G. Schenkel Foto: G. Schenkel

„Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn ist nicht nur eine der weltweit am meisten gespielten Komödien. In der Version des Theaters „Diamant“ aus Berlin kam das Stück im Wehrgraben der Gemeinde Sulzfeld sehr gut an.

„Auftritte, Abgänge. Sardinen rein. Sardinen raus. Das ist Farce. Das ist Theater. Das ist Leben.“ Mit diesen Worten versucht in dem Stück Regisseur Lloyd Dallas sein Ensemble zu motivieren.

Wie es in einer Mitteilung heißt, ist das nicht leicht: Es ist kurz nach Mitternacht und noch am selben Tag soll Premiere sein. Verpatzte Einsätze, vergessene Requisiten, verloren gegangene Kontaktlinsen und Schauspieler, die auf der Suche nach ihrem Text völlig chaotisch durch die Generalprobe stolpern, treiben Lloyd an den Rand der Verzweiflung.

Im weiteren Verlauf des Theaters werden Intrigen gesponnen, Beziehungskisten gebastelt mit Trümmern um Liebe und Leid.

„Der nackte Wahnsinn“ gehört zu den meistgespielten, beliebtesten Komödien weltweit. In London steht das Stück nach seiner Uraufführung 1982 vier Jahre lang ununterbrochen auf dem Spielplan, am Broadway feiert es ab 1983 Triumphe.

Das Berliner Theater Diamant ist 2004 aus einer seit 13 Jahren bestehenden Theaterwerkstatt hervorgegangen und gastiert jährlich im Sommer in Sulzfeld. Unter der Leitung seiner Regisseurin Dorothee Wendt spezialisierte es sich auf klassische und moderne Komödien, die mit Witz und Ironie Schlaglichter auch auf heutige Erdenwesen werfen.

Auch in diesem Jahr überzeugte das Ensemble mit ihrem siebten Gastspiel wieder die zahlreichen Besucher, die die Leistungen mit viel Applaus honorierten.

Der Kontakt der „Diamanten“ wird immer wieder geknüpft durch die Mitspielerin Petra Thamm, Tochter des früheren Schauspielers und späteren Intendanten beim Bayerischen Rundfunk, Kurt Hepperlin. Petra Thamm selbst kam vor über 50 Jahren zum ersten Mal in den kleinen Ort und verliebte sich spontan in die Weingemeinde. Seitdem verbringt sie den größten Teil ihrer Freizeit dort und wohnt in einem kleinen Türmchen.

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