MARKT EINERSHEIM

Der Lottogewinn fürs Einersheimer Freibad

Der Millionen-Zuschuss fürs Freibad, die kommenden Wahlen und das Sommerfest waren Themen beim Treffen der Markt Einersheimer CSU – und die Flüchtlingsproblematik.
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Josef Ritschel (rechts) hält der CSU 30 Jahre die Treue. Dafür dankte ihm der Markt Einersheimer Ortsverbands-Vorsitzende Bent Hanel. Foto: Foto: Hartmut Hess
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„Bei uns haben wir eine andere Zeitrechnung. Wir denken vom Sommerfest zum Sommerfest des kommenden Jahres in unserem Ortsverband“, scherzte Bent Hanel, Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Markt Einersheim, am Freitagabend. Denn dieses Fest in der Kelterhalle im Schloss der Gastgeber Ingrid und Nikolaus Knauf ist der Höhepunkt jedes Jahres für die Markt Einersheimer Christsozialen.

Hanel und weitere Redner würdigten die Gastgeber und bedankten sich mit Präsenten für die Gastfreundschaft. Aus kommunalpolitischer Sicht fühlte sich Hanel mit seinen Gemeinderatskollegen wie Lottogewinner: Mit Unterstützung von Nikolaus Knauf habe die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber es geschafft, dass die Markt Einersheimer eine Million Euro aus einem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums für die Freibadsanierung bekommen sollen.

Die Markt Einersheimer seien die einzigen Unterfranken, die in den Genuss dieses Förderprogramms erlangten, so Weisgerber. Sie freute sich, dass dadurch Fördergelder in ein ländliches Gebiet kommen, statt wie so oft in Ballungsräume. Die Abgeordnete informierte ihre Parteifreunde über aktuelle Themen aus dem Bundestag wie dem britischen Brexit, die Reform der Erbschaftssteuer und die Innere Sicherheit.

Der Breitbandausbau, die Städtebauförderung und die Dorferneuerung sind laut Weisgerber weitere Themen, denen sich die CSU widme. Sie lud die Bürger schon jetzt für ihre Wahlkreiswanderung „Mit Anja auf Tour“ vom 22. bis 24. Juli ein, wobei am 22. Juli Sulzfeld und Kitzingen im Fokus der Wanderer stehen.

Vertrauen zurückgewinnen

Kreisvorsitzender Otto Hünnerkopf streifte das große Thema Flüchtlingsproblematik, „bei dem Anja Weisgerber sich nicht weg geduckt hat, sondern die Haltung der CSU in Berlin vertreten hat“, lobte Hünnerkopf. „Wir Unions-Schwester-Parteien hatten noch nie solche Probleme wie in den vergangenen zehn Monaten“, bekannte der Landtagsabgeordnete. Jetzt gelte es für die CSU, das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen – mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 und die Landtagswahl ein Jahr später.

In diesem Zusammenhang offenbarte Hünnerkopf, dass der Kreisvorstand sich mit dem Sitzverteilungsverfahren Hare-Niemeyer beschäftigt habe. Einst hatte die CSU in den Koalitionsverhandlungen mit der FDP nachgeben müssen, wodurch für die Kommunalwahlen 2014 nicht mehr wie vormals das D'Hontsche-Verfahren angewandt wurde, sondern das Hare-Niemeyer-Verfahren, bei dem kleinere Parteien besser wegkommen. Die Kitzinger Christsozialen haben die Problematik laut Hünnerkopf in den Innen-Beirat der CSU gebracht, um bei der Kommunalwahl 2020 wieder zum D'Hontschen Verfahren zurückzukehren.

Hünnerkopf und Hanel ehrten Josef Ritschel für seine 30-jährige Parteitreue. Weiter sollten Fritz Müller (40 Jahre), Wilfried Schramm (35) und Rudolf Mauderer (20) ausgezeichnet werden, die aber am Freitag verhindert waren.

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