GROSSLANGHEIM

Der Denkmalschutz in der Diskussion

Machen die Denkmalpfleger zu viele Auflagen? Günter Grebner, Bürger aus Großlangheim, ist dieser Ansicht.
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Großlangheim
Foto: F. Strobl

Als Bürgermeister Karl Höchner in der Sitzung des Gemeinderates Großlangheim die Genehmigung zur Sanierung des Gasthauses Zum Ochsen bekannt gab, meldete sich Gemeinderatsmitglied Günter Grebner als Vater der Antragstellerin Sigrid Grebner-Pfriem zu Wort und machte auf „hohe Auflagen“ durch das Landratsamt aufmerksam.

So seien zum Beispiel zunächst Holzfenster vorgeschrieben worden, „die aber nicht für den Schallschutz tauglich sind, der aufgrund der benachbarten viel befahrenen Straße notwendig ist“. Jetzt habe man sich aber doch auf Metall- oder Kunststofffenster einigen können. „Warum gibt es solche Vorschriften, wir hätten das Haus auch wegreißen können. In den Ämtern sollte man froh sein, dass ein solches Haus wieder hergerichtet wird“, sagte Grebner.

Bürgermeister Höchner erwiderte: „Da muss ich die Verwaltung in Schutz nehmen.“ Er erinnerte daran, dass der Sanierungsantrag einstimmig befürwortet wurde – mit dem notwendigen Hinweis auf Ensembleschutz bei der Weiterleitung des Antrags an das Landratsamt. Zweite Bürgermeisterin Heike Sterk verwies auf den Wortlaut des Ratsbeschlusses, in dem davon die Rede ist, dass die Belange des Denkmalschutzes betroffen sein könnten, weshalb die Überprüfung durch das Landratsamt erfolgen müsse.

Auf der anderen Seite gab Bürgermeister Höchner der Familie Grebner auch Recht: „Riesenauflagen müssen nicht sein.“

Die weiteren Themen:

• Ein Bürger hatte auf das Hinweisschild „Freiwillig 30 km/h“ hingewiesen, das früher im Kranzerweg hing. „Das sollten wir wieder aufstellen, zumal leider manche durch diese Straße schüren“, meinte der Bürgermeister. Dies war auch die Haltung sämtlicher Ratsmitglieder.

• Bekannt gegeben wurde, dass in der Bürgerversammlung am 4. Juli um 19 Uhr in der Turnhalle die neue, gesplittete Abwassergebühr Hauptthema ist.

• Die Baugenehmigung für das neue Vereinsheim der Ortsgruppe Großlangheim im Deutschen Schäferhundeverein wurde erteilt, teilte Bürgermeister Höchner mit.

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