ALBERTSHOFEN

Den Taktstock 44 Jahre fest in der Hand gehalten

Als Chorleiter beim Sängerverein Albertshofen wurde Hermann Müller mit einem Liederabend und dem historischen Taktstock verabschiedet. Sein Nachfolger ist Hubert Remlein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolisch überreicht Hermann Müller (rechts) seinem Nachfolger Hubert Remlein den historischen Taktstock des Sängervereins. Foto: Elli Stühler
+1 Bild

Nach 44 Jahren als Chorleiter beim Sängerverein Albertshofen wurde Hermann Müller in den Chorleiter-Ruhestand verabschiedet. „Er, die Korrektheit in Person, hatte es mit Sicherheit nicht immer einfach. Seine Stärke war die Motivation seiner Sänger. Er hat es auch mal mit schwierigem Liedgut versucht und es war seiner musikalischen Hartnäckigkeit zu verdanken, wenn es geklappt hat“, so der Vorsitzende des Vereins, Klaus Richter, in seiner Laudatio.

Als Nachfolger suchte sich Hermann Müller einen Sänger aus den eigenen Reihen aus – und der Tenor Hubert Remlein erklärte sich bereit, in seine Fußstapfen zu treten. Um seinen Eintritt in die Ruhephase zu versüßen, legten die Sänger der Urkunde noch ein kleines Startkapital bei und der Sängerverein ernannte ihn zum Ehrenchorleiter.

Dank an die Sänger

Symbolisch überreichte Hermann Müller seinem Nachfolger Hubert Remlein den historischen Taktstock des Sängervereins. Als Überraschung stimmten die Sänger mit „Nimm die Stunden, wie sie kommen“ an. „Hermann Müller gibt nicht nur den Taktstock, sondern einen Teil seines Herzens damit weiter, das 44 Jahre sein Leben bereichert hat“, fügte der Vorsitzende der Sängergruppe Kitzingen, Kurt Lamparter, an.

Hermann Müller dankte den Sängern „für die herrliche Kameradschaft und die vielen schönen, geselligen Stunden“, die er in dieser Zeit erlebte.

Ein Liederabend unter dem Motto „Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“ mit vielen eigenen Künstlern, fränkischem Liedgut, geistlichen Liedern und atemberaubenden Trompetenstücken begleitete die Verabschiedung. Singen macht Spaß: das bewiesen 25 Schüler der Grundschule. Mit einem Quodlibet aus „Oh when the saints go marching in“, „Bau nicht dein Haus“ und „Heaven is a wonderful place“ begeisterten sie mit ihrer Chorleiterin Christine Schirm die Zuhörer in der voll besetzten Gartenlandhalle – der Applaus wollte kein Ende nehmen.

Obwohl es draußen regnete und kalt war, sang der gastgebende Männerchor „Frühling wird es doch einmal“ und „Mei Frank'n herrlich's Land“. Eindrucksvoll präsentierte sich der Männerchor des Gesangvereins Stadtschwarzach unter der Leitung von Stefanie Popp mit dem Spiritual „Oh my Lord“ und „Ring of fire“. Der Gemischte Chor aus Stadtschwarzach, Stabführung Dorina Anders, interpretierte „Lollipop“ und passend dazu verteilten die Chorsänger Lollies an die begeisterten Zuhörer.

Unter der Leitung von Helene Bausenwein erklangen die geistlichen Lieder „Sei behütet“ und „Herr, deine Gnade“ des Kirchenchors der St. Nikolaus Kirche. Trompetenklänge aus der Feder von Richard Roblee und Traugott Fünfgeld sowie „Down by the riverside“ intonierte der Posaunenchor der St. Nikolaus Kirche unter der Leitung von Ralf Konrad.

Konzentration war angesagt bei den Albertshöfer Sängern, als sie das Tessiner Volkslied „Pferde zu vieren traben“ und die mexikanische Volksweise „La Golondrina“ sowie das Schwalbenpärchen Lied vortrugen.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.