MARKTBREIT

Das Stadttor bleibt auf

Das Maintor an fünf Wochenenden zu sperren, löste Diskussionen im Stadtrat aus. Schon die Geschäftsleute hatten sich mehrheitlich dagegen ausgesprochen.
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Die Bürgerversammlungen in Marktbreit und Gnodstadt waren die Hauptthemen bei der Stadtratssitzung am Montagabend. Die Anträge, die die Bürger dort gestellt hatten, besprachen die Räte Punkt für Punkt.

Besonders der Antrag von Alexander von Dungern, das Maintor an fünf Wochenenden rund um das Weinfest zu sperren, löste Diskussionen aus. Stadtrat Harald Damm hatte Ähnliches bereits am Ratstisch beantragt, damals war die Idee vom Gremium abgelehnt worden.

Bürgermeister Erich Hegwein hatte die Geschäftsleute an der Marktstraße befragt, ob sie einer solchen Sperrung zustimmen würden oder nicht. Ergebnis: Sieben von zwölf Unternehmern sind strikt gegen eine Sperrung, weil ihre Kunden auch an Wochenenden mit dem Pkw bis zum Geschäft fahren. Für Martina Michel war das ausreichend Grund, den Antrag abzulehnen. Christiane Berneth meinte, nur das Tor zu schließen habe keinen Sinn. Stattdessen müsse eine verkehrsplanerische Gesamtlösung her, die aber gründlich mit allen Beteiligten diskutiert werden müsse.

In den Augen von Volker Iglhaut habe ohnehin nur Familie Federolf, die direkt am Tor wohnt, etwas von einer Sperrung. Zudem erklärte er „wir müssen nicht alles für die Touristen machen, wenn es zu Lasten der Bevölkerung geht.“ Jürgen Federolf war als Zuschauer anwesend und sah sich am Ende nicht richtig behandelt: „Man kann eine Meinung vertreten auch ohne sie vorher auf Eigennutz abzuklopfen“, sagte er in Richtung des Stadtrates. Am Ende wurde der Antrag aus der Bürgerversammlung dennoch mit vier Gegenstimmen abgelehnt.

Weitere Themen aus dem Rat:

• Unterschiedlicher Meinung waren die Räte auch beim Antrag von Paul Schubert. Er möchte, dass die Stadt die Zusammenarbeit mit Städteplaner Dag Schröder beendet. Dies hatte er bereits im Vorjahr gefordert, damals war der Antrag abgelehnt worden. Mit neun zu sechs Stimmen erfolgte die Ablehnung auch diesmal.

• Bei den Anträgen aus der Gnodstädter Bürgerversammlung gab es dagegen kaum Diskussionen. So hatte Armin Herbst den schlechten Zustand der Straße nach Enheim angemahnt. Bürgermeister Hegwein schlug nun vor, die Straße in den Jahren 2018 oder 2019 zu sanieren. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

• Im Wechsel mit dem Kunstfest Artbreit soll künftig alle zwei Jahre der Marktbreiter Kunstgenuss stattfinden. Dafür muss die Verordnung für verkaufsoffene Sonntage geändert werden, bisher sind da nämlich nur zwei Sonntag im Jahr verankert. Künftig werden das drei sein, nämlich am Sonntag vor Pfingsten, am Palmsonntag und am Sonntag nach Michaeli. An diesen Tagen dürfen alle Verkaufsstellen im Stadtgebiet von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein.

• In Sachen Suizid-Schutz an der Marktbreiter Autobahnbrücke hat Bürgermeister Hegwein nun verschiedene Abgeordnete um ihre Hilfe gebeten. Noch gibt es keine konkreten Zusagen, nur die vage Zusage der Staatsregierung, bei einer Sanierung der Brücke in einigen Jahren vielleicht einen solchen Schutz mit einzuplanen.

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