MARKT EINERSHEIM

Das Sparen trägt Früchte

„Die Konsolidierung des Haushalt in den vergangenen Jahren trägt nun Früchte“, sagte Kämmerer Günther Schell in der Markt Einersheimer Ratssitzung am Mittwoch.
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Geld
Man kann jeden Euro nur einmal ausgeben, unter dieser Prämisse führte der Stadtrat am Mittwoch seine Haushaltsdebatte für 2016 zu Ende. Foto: Foto: Siegfried FArkas

„Die Konsolidierung des Haushalt in den vergangenen Jahren trägt nun Früchte“, sagte Kämmerer Günther Schell in der Markt Einersheimer Ratssitzung am Mittwoch.

Wie der Finanzfachmann der Verwaltungsgemeinschaft Iphofen vorausschauend erläuterte, werde sich die finanzielle Situation der Gemeinde in Zukunft weiter ordentlich entwickeln. Die Gemeinde könne dieses Jahr große Investitionen problemlos stemmen und die Gemeinde bleibe trotzdem fast schuldenfrei.

Der Haushalt 2016 hat ein Gesamtvolumen von 3,65 Millionen Euro und steigt damit fast um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr. Während der Verwaltungshaushalt um 20 Prozent auf 2,26 Millionen Euro zunimmt, explodiert der Vermögenshaushalt um 128 Prozent auf 1,38 Millionen Euro. Der Gemeinderat ließ die Hebesätze mit der Grundsteuer A (340 Prozentpunkte), Grundsteuer B (330 Prozentpunkte) und der Gewerbesteuer (300 Prozentpunkte) unverändert, sie bewegen sich unter dem Landesdurchschnitt mit vergleichbaren Kommunen.

Da auch kein Dreh an der Gebührenschraube notwendig ist, kommen auf die Bürger keine weiteren Belastungen zu. Die Steuereinnahmen bewegen sich laut dem Zahlenwerk auf Vorjahresniveau.

Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt bleiben die Einkommenssteuerbeteiligung mit 611 300 Euro und die Schlüsselzuweisungen von 225 000 Euro. Höhere Einnahmen frisst die um 60 000 Euro ansteigende Kreisumlage wieder auf. Unter dem Strich wurden 94 000 Euro vom Verwaltungs- dem Vermögenshaushalt zugeführt. Die Gemeinde ist seit 2014 schuldenfrei, heuer könnten 20 000 Euro an Verbindlichkeiten dazu kommen, um die Ausgaben auszugleichen.

Weitere Themen im Rat

Die größten Posten der Einnahmen im Vermögenshaushalt, genutzt zur Finanzierung von Investitionen, stellen die Rücklagenentnahme mit 431 000 Euro und staatliche Investitionszuschüsse und Zuweisungen von 690 000 Euro.

Das meiste Geld, 900 000 Euro, geben die Markt Einersheimer diese Jahr für die Freibadsanierung aus – dazu sind auch hohe Zuschüsse zu erwarten, hieß es seitens der Verwaltung.

• Bürgermeister Herbert Volkamer gab aus einem Schreiben von Icho Graf von Rechteren-Limpurg bekannt, dass es den Adeligen zurück nach Franken zieht. Er hat das Schloss in Sommerhausen zurück gekauft.

• Es besteht zwar keine Dringlichkeit, doch die Gemeinde will die Frage nach einem neuen Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr rechtzeitig angehen. In einem Treffen mit der Feuerwehr-Landkreisführung habe sich Kreisbrandrat Roland Eckert dafür ausgesprochen, dass die Einersheimer Wehr ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF10, mit Wassertank für den Erstangriff bekommen soll, informierte Bürgermeister Volkamer. Die Neuanschaffung soll ab 2017 im Gemeindehaushalt berücksichtigt werden.

• Der Bürgermeister brachte die gute Nachricht mit, dass die Versicherung den Schaden von 3700 Euro wegen eines Einbruchs im Bauhof komplett übernimmt.

• Zur laufenden Kanaluntersuchung informierte Herbert Volkamer, dass in der viel befahrenen Bahnhofstraße keine größeren Schäden festgestellt wurden.

• An der bestehenden Weinbergshütte hat der Bauhof die Bretter-Verkleidung abgenommen und dabei festgestellt, dass der Dachstuhl noch in gutem Zustand ist.

• Vor dem Gasthof „Rotes Ross“ und der Gaststätte „Lan Jale“ neben dem Rathaus dürfen die Gastronomen vom 15. April bis zum 31. Oktober draußen die Gäste bewirten.

• Noch keine Entscheidung traf die Ratsrunde in der Frage, ob Markt Einersheim in der Periode 2016 bis 2019 beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“ teilnimmt.

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