MAINBERNHEIM

Das nächste Großprojekt in der Altstadt

Es ist kein Projekt, das man mal so nebenbei abarbeitet, aber deswegen eines, mit dem man mal irgendwie beginnen muss: das Anwesen Nürnberger Straße 2 in Mainbernheim.
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Wild, aber romantisch ist die Wohnlage direkt an der Mainbernheimer Stadtmauer, wo das Anwesen Nürnberger Straße 2 steht. Die Stadträte haben sich den Kauf genauer angeschaut. Foto: Foto: TIMO LECHNER

Es ist kein Projekt, das man mal so nebenbei abarbeitet, aber gerade deswegen eines, mit dem man mal irgendwie beginnen muss: Der Stadtrat Mainbernheimer traf sich am Donnerstagabend am Anwesen Nürnberger Straße 2, das die Stadt kürzlich erworben hatte. Gemeinsam mit Stadtplanerin Yvonne Slanz verschafften sich die Räte mit Bürgermeister Peter Kraus einen Eindruck, welche Verhältnisse auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück herrschen.

Direkt an der Stadtmauer idyllisch und altstadtnah gelegen – auf den ersten Blick würde man nicht darauf kommen, welches Areal sich hier befindet. Da ist der große, mittlerweile verwilderte Garten hinter dem kleinen Wohnhaus, in den man schauen kann, wenn man durch das Obere Tor der Mauer entlang geht. Doch erst wenn man rechts herum und durch das in der Regel verschlossene Tor spaziert, erkennt man die Weitläufigkeit des Anwesens. Dort sind die Reste eines mittlerweile eingestürzten Nebenbaus zu sehen, eine halboffene Scheune sowie noch einmal eine große Freifläche, die direkt an die Stadtmauer anschließt und wild bewachsen ist.

„Hier ist nahezu alles möglich“, meine Yvonne Slanz. Das Wohnhaus könnte saniert und dann veräußert werden. Außerdem seien nebenan Parkplätze denkbar. Wie viele, das müsste man auf dem abgestuften Gelände noch ausrechnen. Aber der Bedarf an Parkmöglichkeiten in der Nähe der historischen Altstadt ist seit Jahren ein Dauerbrenner.

Nach dieser ersten Schau haben die Räte nun ihre Eindrücke gesammelt, dass Projekt wird sie in den nächsten Jahren sicherlich noch öfter bei den Sitzungen begleiten. Und eine Investition in die Nürnberger Straße 2 ist nahezu ein Schnäppchen: Da Mainbernheim als „Härtefall“-Gemeinde eine Quote von 80 statt 60 Prozent von der staatlichen Städtebauförderung erhält, würden zuwendungsfähige Umbauten entsprechend hoch bezuschusst.

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