SCHWARZACH

Das Kläranlagendach liefert Sonnenstrom

350 000 Euro investiert der Abwasserzweckverband Schwarzacher Becken in diesem Jahr in seine Abwassereinrichtungen. In ihrer Sitzung am Donnerstag beschlossen die Verbandsmitglieder den Haushalt für dieses Jahr. Rund 250 000 Euro fließen in die Sanierung der Freispiegelleitungen und der Druckleitungsschächte.
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Stromkosten einsparen: Auf dem Gebäude der Kläranlage des Abwasserzweckverbands Schwarzacher Becken wird heuer eine Photovoltaikanlage installiert. Sie soll den Strombedarf der Kläranlage größtenteils decken. Foto: Foto: Peter Pfannes

350 000 Euro investiert der Abwasserzweckverband Schwarzacher Becken in diesem Jahr in seine Abwassereinrichtungen. In ihrer Sitzung am Donnerstag beschlossen die Verbandsmitglieder den Haushalt für dieses Jahr. Rund 250 000 Euro fließen in die Sanierung der Freispiegelleitungen und der Druckleitungsschächte. Dort müssen aufwändige Druckleitungsprüfungen durchgeführt werden.

Auf dem Kläranlagengebäude wird für knapp 50 000 Euro eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Mit der neuen Technik erhofft sich der Zweckverband Stromeinsparungen zum Eigenverbrauch auf der Kläranlage von 30 000 Kilowattstunden pro Jahr.

Leistung wird überrechnet

Der von Kämmerer Roland Kraus aufgestellte Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro. 1,1 Millionen Euro schluckt der Verwaltungshaushalt. Im Vermögenshaushalt (400 000 Euro) ist die Tilgung bestehender Darlehen von rund 50 000 Euro enthalten. Die Investitionskosten von 350 000 Euro werden nach den aktuell noch gültigen Einwohnergleichwerten auf die Mitgliedsgemeinden wie folgt umgelegt: Schwarzach 139 000 Euro, Sommerach 114 000 Euro, Kleinlangheim 39 000 Euro, Rüdenhausen 37 000 Euro und Wiesentheid 20 000 Euro.

Die Einwohnergleichwerte sollen in diesem Jahr wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Ihre Berechnung erfolgt alle fünf Jahre. Vor allem Rüdenhausen hofft nach der Neuberechnung durch das Ingenieurbüro Glückert auf eine Besserstellung, nachdem die dortige Rastanlage in Autobahnnähe seit zwei Jahren nicht mehr existiert. Bei den Schulden des Abwasserzweckverbands prognostiziert Kämmerer Kraus eine durchweg positive Entwicklung. Kontinuierlich wird der im vergangenen Jahr vorhandene Schuldenstand von 217 000 Euro weiter abgebaut. 2018 rechnet der Kämmerer mit einem Restschuldenstand von nur noch 12 800 Euro.

Photovoltaik aufs Dach

Fünf Firmen hatten Angebote für die Bestückung der Großkläranlage mit einer Photovoltaik-Anlage abgegeben. Das Gremium entschied sich für das günstigste Preis-/Leistungsverhältnis. Die neue Anlage, die auf dem Dach des Kläranlagengebäudes installiert wird, liefert die Firma AWI-Solar aus Wiesentheid zum Preis von 48 280 Euro. Laut Verbandsvorsitzendem, Schwarzachs Bürgermeister Volker Schmitt, wird sich die Photovoltaik-Anlage in etwa acht Jahren amortisiert haben. Weitere 1250 Euro kostet die dauerhafte Überwachung der Anlage über den Computer der Kläranlage. Schmitt wurde ermächtigt, den günstigsten Gerüstbauer mit dem Aufstellen des erforderlichen Gerüsts zu beauftragen.

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