NORDHEIM

Das alte Fährhaus aufpoliert

Es war zum Großteil bereits in Einzelteile zerlegt und schien nach fast 70 Jahren völlig von der Bildfläche zu verschwinden: Das ehemalige Häuschen auf der Fähre.
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Seit kurzem steht das alte Fährhaus auf dem Anwesen von Judith und Jürgen Flammersberger in Nordheim am Wiesenweg 9. Foto: Foto: Walter Braun

Es war zum Großteil bereits in Einzelteile zerlegt und schien nach fast 70 Jahren völlig von der Bildfläche zu verschwinden: Das ehemalige Fährhaus, das im Zuge verschiedener Arbeiten auf dem Nordheimer Fährschiff im März abgebaut und durch ein neues ersetzt wurde.

Für Fährfrau Judith Flammersberger war der Erhalt des Häuschens aus dem Jahre 1947 von Bedeutung. Aus einem einfachen Grund: Zunächst war es Urgroßvater Johann Kram, dann Opa Otto Konrad und schließlich ihr Vater Walter Konrad, die als Fährleute das Häuschen auf dem Fährschiff als Aufenthaltsraum nutzten. Und auch die 55-jährige Fährfrau verbrachte etliche Stunden im besagten Gebäude.

Das brachte wiederum Judith Flammersbergers Ehemann Jürgen auf den Plan. Es galt schlechte Bretter auszutauschen, neue Teile zu streichen und zusammenzufügen. Bisher hat Jürgen Flammersberger über 100 Arbeitsstunden in die Instandsetzung des alten Fährhauses eingebracht. Noch sind einige Feinarbeiten notwendig, doch die Zurückversetzung des Fährhauses in den ehemaligen Zustand steht kurz vor dem Abschluss.

Und der neue Standort könnte nicht besser gewählt sein. So haben auch Touristen die Möglichkeit, das Unikat auf dem Anwesen von Judith und Jürgen Flammersberger am Eingang von Nordheim – von Volkach kommend – in Augenschein zu nehmen.

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