GEISELWIND

Country-Fans und Trucker trotzen Wetter

Was ein echter Trucker ist, dem kann auch das miserable Wetter nicht den Spaß verderben. Das zeigte sich beim 35. Trucker-Fest in Geiselwind.
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Gute Stimmung trotz schlechten Wetters: Die „Breisgau-Cowboys“ aus Kenzingen im Breisgau hatten auch diesmal wieder ihren Spaß. Foto: Fotos: andreas stöckinger
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„Aber Geiselwind – das lass ich mir nicht entgehen, da wird sogar drauf gespart.“
Wolfgang Ilter von den Breisgau-Cowboys

Was ein echter Trucker ist, dem kann auch das miserable Wetter nicht den Spaß verderben. Das 35. Trucker-Fest in Geiselwind litt zwar etwas unter der kalten und regnerischen Witterung über die Pfingsttage. Aber: „Dafür sind überraschend viele Leute da“, zeigte sich Moritz Strohofer zufrieden. Bis zu 30 000 Besucher dürften ain den vier Pfingsttagen auf dem Gelände gewesen sein, schätzt der Veranstalter Moritz Strohofer.

Ein Hochzeitsantrag auf der Bühne

Für viele Fans, die seit Jahren zu dem Festival auf das Gelände des Autohofs Strohofer kommen, war es wieder ein Höhepunkt im Jahr. Ein Paar wird den Tag bestimmt nicht vergessen. Am Samstagabend gab es sogar einen Hochzeitsantrag auf der Bühne in der Event-Halle, der – wie könnte es anders sein – angenommen wurde.

Was lockt einen, bei Temperaturen von tagsüber wenig über zehn Grad, nachts knapp über Null, zu bleiben und sogar zu campen? Das weiß Michael Wietke, der mit den „Breisgau-Cowboys“ – alle aus dem Odenwald-Kreis – seit 20 Jahren jedes Mal wieder kommt. „ Es ist die Musik, das Flair, dass wir hier unser Hobby ausleben können, das Gemeinsame, das Beisammen sitzen. Es ist immer wieder schön hier“, verrät er, den seine rund 20köpfige Gruppe nur „Cowboy“ nennt.

Die Breisgau-Cowboys sind eine bunte Truppe

Die „Breisgau-Cowboys“ stammen eigentlich aus Kenzingen. Es ist eine bunte Truppe, die sich zum Teil im Lauf der Jahre in Geiselwind auf dem Festival kennen lernten. Aus Hoyerswerda sind welche, auch aus Würzburg, die meisten aber aus dem Breisgau, wie ihr „Präsi“, Wolfgang Ilter. Vor ihrem Zeltplatz hängen Transparent und Fahne. „Unsere Freundschaft hat sich seit Jahren entwickelt. Wir treffen uns alljährlich hier, manchmal auch so mal. Aber Geiselwind – das lass ich mir nicht entgehen, da wird sogar drauf gespart“, schmunzelt Wolfgang Ilter.

Am Nachmittag sitzt die Gruppe im Zelt, draußen glüht der Grill, eine Stärkung steht an. Das Wetter könnte besser sein, meint Ilter, „aber das bringt uns nicht um.“ Ein Teil der Cowboys haben Wohnmobile, oder einen Wohnwagen dabei, manche, wie „der Trapper“, so ein weiterer der Cowboys, übernachten im Zelt.

Tolle Bands und fleißige Tänzer

Nicht nur ihnen gefällt das diesjährige Musik-Programm, wo als Höhepunkt seit einigen Jahren wieder mal die deutsche Kult-Country-Formation „Truck Stop“ am Samstagabend die Halle füllte. „Ein super Programm mit Klasse Bands“, lobt Michael Wietke. Selbst draußen vor der Halle ist Musik zu hören, aber viele zieht es Nachmittags in die Halle, wo bereits die erste Band spielt. Wie etwa Erna Wicke, Andrea Johnson und Carolin Brügel, die aus Ansbach und Neustadt/Aisch „seit Jahren“ zum Trucker- und Country-Festival anreisen. „Wir sind Line-Dancer und kommen vor allem wegen der Country-Musik. Für uns ist das ein fester Termin“, sagt Andrea Johnson. Und ab geht's, wieder zum Tanzen mitten in der Halle, wo sich spontan eine Gruppe formiert.

Der Ritt auf dem Elektro-Bullen

Draußen schlendern viele übers Gelände, schauen sich die herausgeputzten 600 Trucks an, von denen die schönsten prämiert werden. Mancher kauft sich an den Ständen einen Cowboy-Hut oder Lederstiefel. Wer will, kann zum Rodeo-Reiten auf den elektronischen Bullen, oder mit dem Highway-Sheriff für ein Foto vor dessen stilechtem Auto posieren. Für die Kinder ist ein extra Bereich zum Spielen in einer Halle eingerichtet.

Friedliche Stimmung liegt über dem Gelände. Veranstalter Moritz Strohofer ist zufrieden, dass die Jubiläums-Auflage so gut läuft. Das Treffen der Trucker und Countryfans bildete einst den Auftakt in der großen Veranstaltungsreihe der Strohofers. „An dem Festival sind wir gewachsen. Ich stand bereits als Achtjähriger mit an der Kasse. Auch heute ist die ganze Familie eingespannt“, sagt er. Trotz der riesigen Autobahn-Baustellen vor der Türe sei nahezu alles reibungslos gelaufen.

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