KITZINGEN

conneKT-Gewerbepark: Weg frei für neue Entwicklungen

Der aus dem März 2015 stammende Bebauungsplan für den Technologiepark conneKT wird geändert. Die rasante Entwicklung in der ehemaligen Flugplatzkaserne macht das nötig.
Artikel drucken Artikel einbetten
Einfahrt: Das Schild an der Straße nach Großlangheim weist auf den Eingang zum Technologiepark „conneKT“ hin, der auf dem Gelände der ehemaligen Harvey Barracks entsteht. Foto: Foto: Siegfried Sebelka

Der aus dem März 2015 stammende Bebauungsplan für den Technologiepark conneKT auf dem Gelände der ehemaligen Flugplatzkaserne Harvey Barracks wird zum ersten Mal geändert.

Der Verwaltungs- und Bauausschuss des Kitzinger Stadtrats stimmte in seiner jüngsten Sitzung den vorgelegten Entwürfen zu.

Entwicklung geht weiter

Mit der Änderung soll der bisherigen Entwicklung auf dem 75 Hektar großen und bis 2006 militärisch genutzten Gelände an der Staatsstraße zwischen Kitzingen und Großlangheim Rechnung getragen werden. Inzwischen haben sich zahlreiche Unternehmen angesiedelt, über 200 Arbeitsplätze gibt es schon. Größtes Projekt ist der gerade angelaufenen Bau des Logistikzentrum des Autozulieferers Schaeffler.

Unterstützung der Stadt

Diese bauliche Entwicklung und Erschließung will die Stadt Kitzingen nach den Worten von Bauamtsleiter Oliver Graumann mit der Änderung des Bebauungsplanes unterstützen.

Die Änderung betriff einmal den Zuschnitt verschiedener Grundstücke und Teile der Erschließungsstraßen, aber auch die Verschiebung von Grünstreifen. Daneben sollen mögliche neue Nutzungen wie beispielsweise eine Tankstelle, eine Diskothek oder eine Veranstaltungs- und Mehrzweckhalle im Gewerbegebiet ermöglicht werden. Das gilt auch für einen Werksverkauf auf dem für die Industrie vorgesehenen Gelände, in dem vor Ort produzierte Waren direkt verkauft werden können.

Kritikpunkte

Genau das war einer der Kritikpunkte im Ausschuss. Andrea Schmidt (Ödp) befürchtete, dass sich aus dieser Möglichkeit Outletverkäufe in größeren Umfang entwickeln könnten, die der Innenstadt schaden könnten. Manuel Müller war aus einem anderen Grund gegen die Änderung: Bevor die Entwicklung auf dem Gelände weitergehe, sollten erst die Probleme mit der Zufahrt Nord geklärt werden. Dort sollen conneKT und der Richthofen Circle mit einem Kreisverkehr angebunden werden. Der wird derzeit wegen einer Klage zum Erhalt der Bahnstrecke blockiert.

Deutliche Zustimmung

Trotz der Bedenken, eine Mehrheit stimmte mit zehn zu zwei für die Änderungen. Die Verwaltung bekam den Auftrag, die Pläne öffentlich auszulegen und die Träger öffentlicher Belange sowie die Nachbargemeinden zu beteiligen.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.