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NORDHEIM

Christina Schneider staunt über „Weinfelder“ im Burgund

Die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder kommt Ende Mai zum Antrittsbesuch nach Franken. Wen sie besucht, was die Höhepunkte ihrer Burgund-Reise waren:
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„Krass“ findet die Deutsche Weinprinzessin Christina Schneider (rechts) aus Nordheim die Weinberge im Burgund, die ebenerdig wie Felder sind. Mit ihr waren in Frankreich die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder (Mitte/Mosel) und Weinprinzessin Mara Walz (Württemberg) unterwegs. Foto: Foto: Schneider

Im Burgund, einer französischen Weinregion mit Weltruf, waren kürzlich die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder (Mosel) und ihre Vertreterinnen, die Weinprinzessinnen Christina Schneider (Franken) und Mara Walz (Württemberg), zu Besuch.

„Krass“ fand Schneider die Weinberge, die dort eher Weinfelder heißen müssten. „Sie sind vollkommen ebenerdig, das Landschaftsbild ist völlig anders.“ Auch, weil die Zeilen viel enger beisammen sind. „Man fährt dort mit dem Traktor über zwei oder drei Reihen gleichzeitig drüber,“ war die 22-Jährige erstaunt.

Schöne alte Häuser

Richtig gut gefallen hat der ehemalige Fränkischen Weinkönigin das Städtchen Beaune, das etwas größer als Kitzingen ist. „Die engen Gässchen, die schönen alten Häuser – so habe ich mir Frankreich vorgestellt“. Wein sei dort sehr präsent, „an jeder Ecke gibt es Läden, in Restaurants ist die Weinauswahl unfassbar gut, zum Essen wird dort so gut wie nie Bier getrunken.“

Besucht haben die drei Hoheiten zwei Weingüter und eine „Tonnellerie“, wo Barrique-Fässer hergestellt werden. „Holz spielt dort eine viel größere Rolle, Edelstahltanks sind die Ausnahme.“ Anders seien auch die Weine, an die man sich herantasten müsse. Sonderlich schwer war das für die Drei nicht unbedingt, denn sie waren in der Jury eines Wein-Wettbewerbs in Beaune, bei dem 850 Frauen aus der Wein- und Tourismusbranche aus 23 Ländern über 4500 Weine verkostet haben.

Mischmasch der Sprachen

Die Atmosphäre sei außergewöhnlich gewesen: Christina saß neben einer Französin und einer Spanierin, geredet wurde auf Englisch plus einem Mischmasch der drei Sprachen – sowie mit Händen und Füßen. Lockerheit war bei 40 verkosteten Weinen nicht das Problem. Von 50 deutschen Weinen wurden elf mit Gold, sechs mit Silber prämiert.

In vier Wochen kommen Lena Endesfelder und Mara Walz zum Antrittsbesuch nach Franken (26. bis 28. Mai) – zum Heimspiel von Christina Schneider.

Auf das Krönchen-Trio dürfen sich, wie es üblich ist, jene vier Betriebe freuen, die im Vorjahr den Bayerischen Staatsehrenpreis gewonnen haben. Abgesehen von Klaus Höfling (Eußenheim, Lkr. Main-Spessart) ist Christina dabei praktisch nur vor der eigenen Haustüre unterwegs: bei Rainer Sauer (Escherndorf), dem Winzerhof Kieselsmühle (Dettelbach) und dem Weingut Hans Wirsching (Iphofen). „Wir werden außerdem einige terroir-f-Punkte besichtigen. Und ich bin mit den Beiden beim Weinfest in Nordheim am 26. Mai und tags darauf beim Weindorf in Würzburg“.

Hongkong und Norwegen

Unterdessen führt die Nordheimerin ihr Psychologie-Studium fort, hat ein Praktikum in einer psycho-didaktischen Fachanstalt gemacht und sammelt gerade Erfahrungen in der Ehe- und Familienberatung. „Ich finde die Phase des Studiums hochspannend“, erzählt die 22-Jährige, die noch bis September Deutsche Weinprinzessin ist. „Und ich bin noch zweimal im Ausland unterwegs,“ fügt sie lächelnd an, freut sich auf Hongkong (Anfang Juni) und Norwegen (Ende August).

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