Volkach

Caritas-Sozialstation: Raumnot ist beendet

Die 20 Mitarbeiter wird es freuen. Die Enge der Volkacher Caritas-Sozialsstation war gestern. Das neue Zuhause wurde am Samstagabend vorgestellt.
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Die Caritas-Sozialstation wurde offiziell in Betrieb genommen (von links): Trägervereins-Vorsitzender Herbert Meyer, Pfarrerin Christiane Rüpplein, Pflegedienstleiterin Sabine Fielhold, Pfarrer Johannes Hofmann, Volkachs Bürgermeisterin Gerlinde Martin aus Volkach, Sommerachs Bürgermeister Elmar Henke.

Es ist geschafft: der Umzug der Caritas-Sozialstation St. Laurentius in Volkach ist am Samstagabend offiziell vollzogen worden. Nur einen Katzensprung weiter, vom Bürgerspital in die Engertstraße 7, in direkter Nachbarschaft zum katholischen Pfarrheim, ist die neue Unterkunft bezogen worden, die nach modernsten architektonischen Erkenntnissen errichtet wurde.

Der Neubau besticht durch eine elegante Holzbauweise mit hellen Zimmern, die ebenerdig und barrierefrei zugänglich sind. Auf einer großzügigen Außenanlage, die direkt durch den Aufenthaltsraum erreichbar ist, befindet sich eine gemütliche Terrasse, wo die Besucher auch ausreichend Ruhe finden können. „Die Zeiten der räumlichen Enge sind vorbei“, schwärmte Pflegedienstleiterin Sabine Fielhold.

Segnung des Gebäudes

Nach einem ökumenischen Gottesdienst der evangelischen Pfarrerin Christiane Rüpplein und des katholischen Pfarrer Johannes Hofmann nahm dieser dann vor einer großen Zahl an Gästen die Segnung der Fahrzeuge und des Gebäudes vor.

Der Vorsitzende des Trägervereins St. Laurentius, Herbert Meyer, ließ in seiner Ansprache die Geschichte des Vereins Revue passieren. Zuerst noch mit Sitz in Gerolzhofen fand die Sozialstation 1994 ihren Sitz im Volkacher Bürgerspital. Anfangs nur mit drei Schwestern. Im Laufe der Zeit hat sich dann die Zahl der Patienten und dementsprechend die Zahl der Beschäftigten und deren Fuhrpark permanent gesteigert, was zu einer massiven räumlichen Einschränkung führte.

Nach Lösungen gesucht

Bei der langen Suche nach einem Ausweg aus der Raumnot kam die Lösung mit einem Grundstück, das im kirchlichen Besitz war und laut Meyer den Anforderungen entsprach. Nachdem auch durch die drei Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Volkach ein fünfstelliger Betrag als Investitionskosten-Zuschuß zugesichert war, konnte mit den Planungen und dem Bau begonnen werden. „Bei manchen Detailfragen wurde hart gerungen, bis eine Lösung realisiert wurde“, so Meyer. „Aber wir haben was richtig Schönes geschafft.“

Stolz präsentierte Verwaltungsleiterin Brigitte Bedacht die Einrichtung und erklärte ausführlich die einzelnen Funktionsräume. Immer wieder wurde durch die Verantwortlichen auf die unermüdliche Arbeit hingewiesen, die bei dem Umzug erforderlich war.

„Derzeit betreut die Sozialstation 120 Patienten in drei Schichten“, erläuterte Bedacht. 20 Beschäftigte und sieben Fahrzeuge stünden für die Betreuung der Pflegebedürftigen zur Verfügung. Zudem werden neben der häuslichen Betreuung auch noch 25 Personen mit Essen verpflegt.

Pflegende Angehörige bekommen Zeit für sich

Zum Schluss wies die Verwaltungsleiterin auf ein in der Bevölkerung gern angenommenes Angebot hin: den sogenannten Laurentius-Treff.

Hier können die Bürger pflegebedürftige Angehörige zweimal im Monat am Nachmittag vorbeibringen, um selbst für sich einmal Zeit für das Nötigste zu haben. „Ein Angebot, dass demnächst erweitert werden soll,“ sagte Brigitte Bedacht.

Mehr Informationen zur Caritas- Sozialstation gibt es unter Tel. (0 93 81) 71 68 71 oder online www.sozialstation-volkach.de



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