BUCHBRUNN

Bürger haben großes Interesse an der Dorfgestaltung

Mehr als 70 Buchbrunner waren zur Bürgerversammlung gekommen, um Informationen zur bevorstehenden Gestaltung der Gemeinde zu erhalten.
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Viele 70 Bürger folgten den Ausführungen von Bürgermeister Hermann Queck in der Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle Buchbrunn. Foto: Foto: Gerhard Bauer

Mit seiner Überlegung, die Bürgerversammlung am Donnerstag in Buchbrunn in der Mehrzweckhalle anstelle im Unterrichtsraum der Feuerwehr abzuhalten und Fragen zur Dorferneuerung einzubauen, lag Bürgermeister Hermann Queck völlig richtig. Mehr als 70 Bürger waren gekommen, um Informationen zur bevorstehenden Gestaltung der Gemeinde zu erhalten. Für den Gemeinderat diente die Veranstaltung dazu, ein Meinungsbild der Bürger zu erfahren.

Planer stellte Möglichkeiten vor

Zur Vorstellung erster Planungen der Dorferneuerung hatte Queck den Landschaftsplaner Mark Schäffner vom Planungsbüro arc.grün eingeladen. Schäffner stellte Möglichkeiten einer großzügigen Neugestaltung des Platzes vor dem Dorfladen Kummrei zwischen der Kitzinger Straße und dem Gänsewasen vor. Beidseits der Straße sollen zwei Bushaltebuchten entstehen, wobei die Busse zum Ein- und Aussteigen zur Hälfte auf der Straße stehen sollen. Der Platz um die Waage soll als Ruhezone gestaltet, der Platz vor dem Dorfladen mit Bäumen aufgewertet und seine Funktionalität erhalten, teilweise auch verbessert werden. Die veränderte Verkehrssituation soll der Straßenbelag dem Verkehrsteilnehmer signalisieren; ohne mit Überwegen eine vermeintliche Sicherheit vorzuspielen.

Wilhelm Erhard fragte nach der Möglichkeit von Eigenleistungen zur Kosteneinsparung, Schäffner machte indes wenig Hoffnung.

Mehr Licht und Übersicht

Eine Neugestaltung ist weiter für die südliche Dorfeinfahrt am Sportplatz vorgesehen. Einzelbäume ohne Buschwerk sollen entlang des Sportgeländes mehr Licht und Übersicht bringen. Fest steht, dass die Kunststofflaufbahn beseitigt wird. Ob aber stattdessen ein Beachvolleyballfeld eingerichtet wird, blieb zunächst ebenso wie die weitere Verwendung des Allwetterplatzes offen. Je nach Ausführung rechnet Queck mit Kosten um 230 000 Euro.

Elli Fischer machte sich für den Beachvolleyballplatz stark, Dietmar Riedel sah dafür kaum Bedarf. Dazu sei er nur wenige Wochen im Jahr nutzbar und müsse regelmäßig gepflegt werden. Der Vorschlag von Bürgern, im Zuge der Neugestaltung auch mehr Parkraum zu schaffen, fand beim Planer wenig Gehör, denn dazu müsste in die Kreisstraße eingegriffen werden. Die ausgiebige Debatte veranlasste Harald Kümmel zu dem Aufruf sich bei den öffentlichen Sitzungen der Teilnehmergemeinschaft einzubringen.

Thema: Bürgerhaus

Nach einer Darstellung des TSV-Kellers und seines Umfeldes sprach Queck den Bau eines Bürgerhauses an, das hinter der Kirche an der Kirchgasse auf dem Areal des alten Kindergartens errichtet werden könnte. Architekt Martin Zeltner, derzeit mit der Kirchensanierung befasst, hatte dazu einige Skizzen mit Vorschlägen erarbeitet. Allerdings rechnet Queck mit Baukosten um 700 000 Euro, die mit 200 000 Euro aus Dorferneuerungsmitteln gefördert werden könnten. Komme die Gemeinde an EU-Mittel, könnte es eine Förderung von 50 Prozent geben. In allen Fällen sei jedoch eine belastbare Planung vorausgesetzt. Dietmar Riedel hinterfragte die Funktion des Gebäudes, andere Bürger fragten nach Parkmöglichkeiten. Immerhin sei ein Saal mit 100 Plätzen denkbar, dessen Besucher ihre Fahrzeuge irgendwo abstellen müssten.

1218 Bürger hat Buchbrunn

Bürgermeister Queck gab auch Statistisches über Buchbrunn bekannt. So zählt der Ort 1218 Einwohner. Von den ausgewiesenen 13 Bauplätzen im Baugebiet Gärten seien derzeit nur noch drei verfügbar, der Rest verkauft, einer reserviert. Drei weitere Bauplätze kündigte Queck für die Hauptstraße an, wo das bereits gemeindeeigene Gebäude Hauptstraße 20 abgebrochen wird. Dort sollen drei Bauplätze entstehen und gleichzeitig die beengten Straßenverhältnisse zwischen Gebäude- und Friedhofsmauerecke behoben werden.

Zur Bewältigung seiner Vorhaben und Aufgaben hat der Gemeinderat einen Verwaltungshaushalt mit 2,03 Millionen Euro und einen Vermögenshaushalt mit 2,36 Millionen beschlossen. Im Gesamtbetrag übersteigt er den Vorjahreshaushalt um 282 500 Euro.

Kindergarten wird erweitert

Nachdem die Schule eine neue Heizung erhalten hat, steht derzeit der Erweiterungsbau des Kindergartens im Brennpunkt. Die Gesamtkosten von derzeit 700 415 Euro muss die Gemeinde mit 228 815 Euro bezuschussen.

Bürgermeister Queck hatte der Versammlung eine Gedenkminute für den verstorbenen Vorgänger Hans Friederich vorangestellt. Kreisbrandinspektor Michael Krieger erinnerte an die Rauchmelderpflicht ab 31. Dezember dieses Jahres.

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