BRÜNNAU

Brünnauer gehen ihre Flurgrenzen ab

39 Brünnauer gingen mit Jagdgenossen und den Siebenern durch Feld und Wiesen an die Grenzen ihres Dorfs. Sogar ein Grenzstein wurde beim Markungsgang gesetzt.
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Sie kennen sich jetzt in der Brünnauer Flur bestens aus, die Grenzgänger aus dem Dorf, die sich mit dem Jagdvorstand und den Siebenern auf den Weg machten und Felder und Waldränder unter die Füße nahmen. Foto: Foto: ANDREA GEISEL

Zum dritten Mal nach den Jahren 1892 und 2009 gingen Brünnauer Bürger nach Einladung ihrer Siebener und Jagdgenossen ihre Flurgrenze ab. 39 Grenzgänger machten sich mit dem „Trekkingtross“ auf den Weg.

In einem historischen Dokument ist eine Flurgrenzbegehung aus dem Jahr 1892 genauestens beschrieben – und laut einer Grundbeschreibung von 1846 war früher die Flur von Brünnau 878 Tagwerk groß. Die Gemarkung umfasst heute 293 Hektar davon sind 27 Hektar Wald. Sie gehört zu den kleineren Fluren im Landkreis Kitzingen, so Rainer Motz. Er ist Jagdvorstand und hat die 39 Teilnehmer zusammen mit dem Obmann der Siebener, Reinhard Geisel, am Kirchplatz begrüßt.

Mit Mensch, Hund und Pony

Der Tross mit Mensch, Hunden und Pony setzte sich Richtung Schallfelder Gemarkung in Bewegung. Die Gruppe wurde von einem Bulldog mit Hänger begleitet. Während des Grenzganges wurden die Grenzen und die Flurnamen anhand einer Gemarkungskarte erklärt. Man erfuhr von manchen älteren Teilnehmern interessante historische Begebenheiten, wird außerdem mitgeteilt.

Zum Ausklang erholten sich die Bürger im Sportheim des SC Brünnau bei einem Imbiss und Getränken. In einer Ausstellung wurde historisches Kartenmaterial von den Siebenern gezeigt – und von den Teilnehmern bewundert.

Höhepunkte des Tages waren eine Grenzsteinsetzung und die Vorführung des GPS-Geräts der Großgemeinde Prichsenstadt.

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