MAINSTOCKHEIM

„Brauerei Mainstockheim“: Burschen möchten brauen

Mitglieder der Burschenschaft wollen eine Brauerei gründen. Der geplante Name: „Brauerei Mainstockheim“. Für die Namensgebung ist jedoch rechtliche Klarheit notwendig.
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Bier (Symbolfoto)
Foto: Frank Leonhardt (dpa)

Vier Mitglieder der Mainstockheimer Burschenschaft wollen es wissen und eine Brauerei gründen. Der geplante Name: „Brauerei Mainstockheim“. Dazu soll ein Logo neben dem Namen auch das Gemeindewappen führen. Um rechtliche Klarheit zu finden, beantragte das Team, sowohl den Namen als auch das Wappen auf den Etiketten der Flaschen abbilden zu dürfen.

Eine rechtlich gar nicht so einfache Frage, da sowohl der Name Mainstockheim als auch das Hoheitszeichen geschützt sind. Klar war den Räten: Da sind Fachmänner am Werk. Einer der künftigen Brauer ist tatsächlich Braumeister. Der Sitz der Gesellschaft soll in Mainstockheim, die Braustätte allerdings in Kaltensondheim liegen.

Und auch wenn sich Mainstockheim heute als Weinbaugemeinde definiert: Hier gab es Brautradition. Sternbräu, Löwenwirtsbräu und Brauerei Schwarzer Adler sind als ehemalige Mainstockheimer Brauereien bekannt. Allerdings könnte, so die Bedenken einiger Ratsmitglieder, der Name „Brauerei Mainstockheim“ auf ein gemeindeeigenes Brauhaus schließen lassen. Deshalb wurden Alternativen geäußert, etwa „Privatbrauerei Mainstockheim“ „Mainstockheimer Brauerei“ oder auch „Stouga-Bräu“.

Alles schön und gut; da aber keiner der Antragsteller an der Sitzung teilnahm, erwies es sich eher als müßig, darüber zu reden.

Auch beim Wappen gab's Bedenken und Peter Brandner verwies auf Paraheraldik, nach der ein Wappen ein wenig vom Original abweichend vielleicht eine Alternative wäre. Aber daran wollte Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs so gar nicht denken, eine Flut an Wappenvariationen könnte drohen. Zudem fiel dem Bürgermeister spontan ein: Ein Mainstockheimer Weinbaubetrieb nutzt bereits seit Jahren das Gemeindewappen auf seinen Etiketten – ob es da eine Genehmigung gab, ist unbekannt.

Frank Schmitt zog einen Schlussstrich unter die Diskussion und sagte: „Da ist nichts Negatives für die Gemeinde dran.“ Und Julia Ebenhöh wollte ebenfalls eine Zulassung des Vorschlags: „Wenn das Bier dann nicht gut ist, müssen wir halt nochmal reden.“

Mit 7:4 Stimmen wurde die Genehmigung erteilt, den Namen und das Wappen führen zu dürfen. Karl-Dieter Fuchs brachte es so auf den Punkt: „Dann bringen wir die Brauerei auf den Weg.“

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