Gnötzheim

Böse Überraschung beim Straßenbau: Untergrund gab nach

Bei der Bürgerversammlung in Gnötzheim erläutert Bürgermeister Rainer Ott, warum die Asphaltierarbeiten in der Brunnengasse zu einer Komplettsanierung der Straße führten.
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Martinsheims Bürgermeister Rainer Ott stand bei der Bürgerversammlung im Ortsteil Gnötzheim Rede und Antwort. Foto: Jens Kuttler

Nur wenige Fragen hatten die Anwesenden bei der Bürgerversammlung in Gnötzheim am Freitagabend. Zuvor hatte Martinsheims Bürgermeister Rainer Ott in der alten Schule über die Arbeit der Gemeinde berichtet. Unter anderem wurden an mehreren Stellen im Ortsteil Gnötzheim Straßen abgefräst und mit einer neuen Asphaltschicht versehen.

In der Brunnengasse ging dieses Vorhaben allerdings schief, gestand der Bürgermeister. Als die Fräsmaschine dort war und angefangen wurde, gab der Untergrund nach. Wie sich herausstellte ist dort nur eine etwa drei Zentimeter dünne Asphaltschicht, aber kein Unterbau vorhanden. Entsprechend muss die Straße dort komplett neu gemacht werden. Dies muss nicht nur wegen der höheren Kosten ordentlich geplant werden, sondern weil dann auch Wasser und Kanal mit erneuert werden sollen.

Kläranlage hat Genehmigung bis 2022

Einen Zeitplan hierfür gibt es noch nicht, da derzeit die Neubaugebiete und der Anschluss von Martinsheim, Enheim und Unterickelsheim an den Abwasserzweckverband Ochsenfurt (AVO) Vorrang haben. Die Kläranlage in Gnötzheim hat noch eine Genehmigung bis 2022 erklärte Rainer Ott auf Nachfrage. Ob und unter welchen Bedingungen diese dann verlängert wird muss abgewartet werden, bevor entschieden wird ob auch Gnötzheim an den AVO angeschlossen wird.

Für das geplante Baugebiet in Gnötzheim ist die Gemeinde gerade dabei, die Grundstücke zu erwerben, zudem läuft eine Überprüfung für den Artenschutz. Sobald letztere abgeschlossen ist, hofft der Gemeinderat, die Pläne auslegen zu können. Da es derzeit kaum Leerstände im Ort gibt, äußerten die Bürger ihre Hoffnung auf eine baldige Umsetzung. Auch wurde gewünscht, dass bei eventuellen Asphaltierarbeiten Schlaglöcher an anderen Stellen mit ausgebessert werden.

Neues Tor für das Feuerwehrhaus?

Außerdem wurde gefragt was mit dem Teil der Kulturscheune geplant ist, der bis vor kurzem in Privatbesitz war und nun auch von der Gemeinde gekauft wurde. Dieser wird derzeit vom Bauhof genutzt, informierte der Bürgermeister. Es gibt noch keine Pläne für eine anderweitige Verwendung.

In der Bauhofscheune soll für die Bauhofmitarbeiter eine Werkstatt eingerichtet werden, da derzeit kein entsprechender Raum vorhanden ist. Weiter soll auch über ein neues Tor für das Feuerwehrhaus in Gnötzheim gesprochen werden, da sich dieses nur noch sehr schwer öffnen lässt.

Bei einer Baumfällaktion wurden im vergangenen Jahr marode Bäume im Gnötzheimer Friedhof entfernt. Rainer Ott bedankte sich bei den Helfern, die zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen hatten. Des weiteren informierte er, dass die Gemeinde von der Sparkasse Mainfranken Würzburg eine Spende von 750 Euro für das Schwimmbad erhalten hat.

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