KITZINGEN

Bisher erfolgreichstes Kart-Jahr des AMC

Viele Motorsportler aus dem Kitzinger AMC sind schnell und erfolgreich. Das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichter lieferte allerdings eine junge Truppe.
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Schöne Erfolge landeten heuer die Motorsportler des AMC Kitzingen. Vorsitzender Walter Loschky (hinten von links) ehrte die Jugend-Kartsportler Kevin Friemelt, Christian Kahl, Meo Winter, Maximilian-Wolf Thüring, Julian Friemelt, Marco Müller, Finn Ganzinger und Marcel Rüttinger mit Pokalen. Im In- und Ausland sorgten die Bergrennfahrer Christian Dümler (vorne von links), Jürgen Schuster, Norman Struckmann, Norbert Handa, Klaus Hoffmann und Martin Schug für Furore. Foto: Fotos (2): Hartmut Hess
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Der Automobilclub (AMC) Kitzingen ist stolz auf seine Sportfahrer und weiß zu schätzen, dass viele Sponsoren und Gönner mit ihrer Unterstützung dem Verein und den Motorsportlern unter die Arme greifen. Beim Sportfahrer-Ehrenabend am Samstag würdigte AMC-Vorsitzender Walter Loschky alle Unterstützer und allen voran Eckhard Himmel.

Der Seniorchef der Marktstefter Privatbrauerei Kesselring ist der treueste und größte Unterstützer des AMC. Ob finanziell, ideell oder logistisch steht Himmel dem AMC schon seit 1986, als es noch das Schwanbergrennen gab, zur Seite. Deswegen zeichnete Loschky den Marktstefter – unter großem Applaus – mit einem Ehrenbecher aus.

Wenn ein V-8-Motor startet

Es war eine Premiere, dass der AMC seine Ehrung erstmals in den Räumen von Klaus Hoffmanns Karosserie- und Lackierzentrum mit einem neuen Konzept organisierte. Dabei war die Handschrift des neuen Sportleiters Norman Struckmann war unüberseh- und hörbar. Denn die Anwesenden staunten nicht schlecht, als die Mechaniker-Crew von Hoffmann im Ausstellungsraum dessen Opel Astra V8 zum Start vorbereitete. Als das Aggregat des einstigen DTM-Boliden seinen Sound entfaltete wurde es recht laut – Musik in den Ohren der Fans.

Zuvor hatte Struckmann die Saison des AMC-Bergrennfahrer-Sextetts Revue passieren lassen. Ob Martin Schug und Christian Dümler in ihren Golf-Rennern, Jürgen Schuster im Mazda RX7 oder Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth, die AMC-Mannen mischten im In- und Ausland kräftig mit.

Fleißpreis für Christian Dümler

Den Fleißpreis verdiente sich heuer Christian Dümler, der zwölf Bergrennen bestritt. Klaus Hoffmann war in seinem Ex-DTM-Boliden nur sporadisch aktiv, glänzte aber mit zwei zweiten Plätzen beim Hauensteinrennen und beim Ibergrennen, womit er aufs Gesamtsieger-Podium kletterte.

Nach einem Jahr 2015 mit Pech und Pannen mit seinem Lancia Delta Integrale HF Evo3 legte Norbert Handa heuer eine tolle Saison hin. Er schaffte den fünften Platz in der Deutschen Bergmeisterschaft und sicherte sich dazu zweite Plätze im Deutschen Bergpokal und in seiner Kategorie des KW-Bergcup.

Jugendleiter Andreas Winter schilderte das Abschneiden der Jugend-Kart-Gruppe. Das Team mit Marco Müller, Marcel Rüttinger, Louisa Rüttinger, Maximilian-Wolf Thüring, Kevin Friemelt, Julian Friemelt, Finn Ganzinger, Christian Kahl und Meo Winter lieferte das erfolgreichste Jahr der AMC-Geschichte ab. Beim Heimrennen gewannen die Jungs von Trainer Stefan Müller alle fünf Klassen, sie wurden als Mannschaft erstmals unterfränkischer Meister und landeten viele Tagessiege.

Thüring auf der Meister-Schiene

Die größten Erfolge gelangen Maximilian Thüring als unterfränkischer und nordbayerischer Meister, sowie bayerischer und deutscher Vizemeister. Ebenfalls bis zum ADAC-Bundesendlauf schaffte es Finn Ganzinger, der dort einen respektablen Rang acht herausfuhr. Insgesamt 21 Firmen halfen dem AMC, heuer zwei neue Karts anzuschaffen, was der Jugend weitere Fortschritte brachte.

Den hochrangigsten Erfolg von AMC-Motorsportlern feierte Rudi Spörer mit seinem fast schon antiken Oldtimer-Motorrad. Er hatte sich im Vorjahr für die B-Nationalmannschaft empfohlen und gewann mit dieser Riege die Windwillrallye in den Niederlanden, was als inoffizieller Europameistertitel gilt.

Ein Unfall mit Folgen

Der Marktbreiter hatte Pech, dass er bei einer Rallye unverschuldet einen Unfall mit einem Auto hatte und Verletzungen davon trug. Noch mehr schmerzte Spörer, dass der Unfall einen Totalschaden an seinem Triumph-Motorrad aus dem Jahr 1907 anrichtete. Jetzt muss er erst eine andere Maschine, die über 100 Jahre alt ist, aufbauen um seinen Traum vom Aufstieg in die A-Nationalmannschaft verwirklichen zu können.

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