Kitzingen

Bewegung macht schlau, Infos auch

Die Vorbereitung der Seniorenwochen 60+ ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Seniorenfragen im Landratsamt.
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Rund rund 5000 öffentliche und private Akzeptanzstellen gibt es derzeit für die Ehrenamtskarte in Bayern. 71 sind es im Landkreis Kitzingen. Davon können die über 3000 Besitzer der Karten im Kreis profitieren.
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Aktionswochen 60+, Ehrenamtskarte und Euro-WC-Schlüssel sind Themen, mit denen sich Herbert Köhl und Manuela Link in der Fachstelle für Seniorenfragen, Behindertenarbeit und ehrenamtliches Engagement im Landratsamt beschäftigen. Was da alles anfällt, stellte Köhl jetzt im Jugendhilfeausschuss und dem Ausschuss für Familie, Senioren und Integration des Kreistags vor.

Da gab es neben einem nicht ganz ernst gemeinten Tipp zur Ermittlung der eigenen Lebenserwartung (www.wie-alt-werde-ich.de) einen kurzen Überblick über die Arbeit der Fachstelle. Die kümmert sich um die immer stärker werdende Bevölkerungsgruppe der über 60-Jährigen.

Aktionswoche startet

Die sind die Zielgruppe für die Aktionswochen 60+. Zu denen werden ab Mitte September rund 3000 Teilnehmer bei 130 Veranstaltungen erwartet. Schwerpunkt diesmal: Gesund und fit im Alter. „Bewegung macht schlau“ heißt dann auch der Vortrag, mit dem Prof. Dr. Stefan Voll (Uni Bamberg) die Eröffnungsveranstaltung bestreiten wird.

Broschüren sind gefragt

Wie Köhl sagte, stehen Infobroschüren bei seiner „Kundschaft“ ganz weit oben: „Internet wird genutzt, aber die Leute wollen was in der Hand.“ Wobei der Seniorenwegweiser 60+ „die wichtigste Veröffentlichung“ der Fachstelle ist. Der ist zwar vergriffen, die überarbeitete Auflage erscheint aber in den nächsten Tagen.

Wichtig für den Ernstfall ist die Info-Broschüre „Plötzlicher Pflegefall, wo gibt es Hilfe?“, die seit einem Jahr im Angebot ist. Bis zu 30 Interessierte gibt es laut Köhl für den Beratungstag Barrierefreies Wohnen, der zweimal im Jahr angeboten wird. Auf dem Wunschzettel steht bei Köhl die Einführung einer Wohnberatung im Landkreis, „vor Ort und für jedermann“. Hier ist der Landkreis auf der Bayernkarte noch ein weißer Fleck.

Behindertenarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behindertenarbeit. 8333 (von gut 90 000) Einwohnern waren laut Köhl 2017 im Landkreis behindert. Hier ist Beratung gefragt: Über den Behindertenausweis oder den Euro-WC Schlüssel. Seit 2014 sind im Kreis 90 dieser Schlüssel ausgegeben worden, mit denen sich rund 10 000 behindertengerechte Toiletten in Deutschland und angrenzenden Ländern öffnen lassen. Zusätzlich ist Köhl als Behindertenbeauftragter mit Stellungnahmen zur Barrierefreiheit beim Bauen gefragt.

Über 3000 Ehrenamtskarten

Um Bürgerschaftliches Engagement kümmert sich Manuela Link. Ein Schwerpunkt ist die Ehrenamtskarte, mit der der Einsatz der Freiwilligen gewürdigt wird. Seit der Einführung 2013 sind im Kreis 3056 Karten ausgegeben worden. 71 Akzeptanzstellen gibt es im Landkreis, in Bayern sind es rund 5000. 65 Prozent der Karten gingen an Mitglieder der sogenannten Blaulichtfamilie, also Feuerwehr und Rettungsdienst (1953 Personen), zwölf (355) Prozent in den Bereich Sport, sechs Prozent oder 180 engagieren sich im Bereich Umwelt und neun Prozent (272) im sozialen Bereich.

Höhepunkt in Dettelbach

Für alle war die Ehrenamtsgala Ende April in Dettelbach ein Höhepunkt. Dabei wurden fünf Jahre Ehrenamtskarte gefeiert. Seit 2011 würdigt der Landkreis den Einsatz auch mit dem jährlichen Ehrenamtsempfang. In diesem Jahr werden laut Köhl Bildung, Kultur und Brauchtum im Mittelpunkt stehen. In den Bereich fällt auch die Unterstützung von Selbsthilfe- und Helfergruppen.

Datenschutz und Ehrenamt

Einen wichtigen Termin hatte Köhl am Ende. Ein Vortrag am 18. Juli um 18 Uhr im TSV-Sportheim in Rödelsee. Da wird ein Rechtsanwalt über ein viel diskutiertes Thema referieren: Datenschutz im Ehrenamt.



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