NORDHEIM

Berufswettbewerb: Bayerns beste Jungwinzer

Die Besten Bayerns kommen vom Bodensee und aus Hamburg: Diese kuriose Konstellation ergab der Landesentscheid des Winzernachwuchs in Nordheim (Lkr. Kitzingen).
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Frankens Weinkönigin Christina Schneider (vorne v.l.) gratuliert Julian Gierer zum Sieg beim Winzer-Berufswettbewerb, Platz zwei belegte Daniel Eilers vor Christin Wagner. Mit ihnen freuten sich (hinten v.l.) BBV-Präsident Bernhard Weiler und Weinbauverbandspräsident Artur Steinmann. Foto: Foto: H. Hess

Ein junger Mann vom Bodensee und ein Hamburger sind die Besten Bayerns: Diese kuriose Konstellation ergab sich beim Landesentscheid des bayerischen Winzernachwuchs beim Berufswettbewerb in Nordheim (Lkr. Kitzingen). Julian Gierer aus Nonnenhorn am Bodensee siegte mit 92 von 100 möglichen Punkten. Der 20-Jährige absolviert seine Winzerlehre im dritten Lehrjahr im Bürgstädter Weingut von Paul Fürst.

Den zweiten Platz belegte Daniel Eilers aus Hamburg mit 89 Punkten. Gierer und Eilers werden Bayern beim Bundesentscheid im Juni in Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Neben ihnen prämierten die Verantwortlichen die zehn Besten des Tages mit Sachpreisen.

Winzer als Menschen interessant

Als beste weibliche Teilnehmerin erreichte Christin Wagner aus dem mittelfränkischen Weikersheim mit 87,5 Punkten den dritten Platz.

Insgesamt 41 junge Frauen und Männer hatten sich in Nordheim dem Wettbewerb gestellt. Sie mussten etwa politische oder gesellschaftliche Fragen beantworten oder ihr Wissen über Pflanzennährstoffe, die Pflege von Rebstöcken und Kennzeichnung von Weinen oder den Rebschnitt unter Beweis stellen. Im Hinblick auf den Bundesentscheid seien von den bayerischen Vertretern rhetorische Fähigkeiten, sicheres Auftreten und mündliche Präsentationen gefordert.

Der Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend steht heuer unter dem Motto „Grüne Berufe sind voller Leben – Wachstum, Stärke, Leidenschaft“. „Sie haben sich mit vollem Einsatz ihren Aufgaben gestellt und sind so dem Motto Leidenschaft gerecht geworden“, meinte Bernhard Weiler, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes. Er bezeichnete Franken als das Weinbau-Herz Bayerns: „Der Frankenwein ist in den vergangenen 30 Jahren aufgeblüht und ein Markenzeichen geworden.“

„Sie haben im Vorfeld nicht für heute, sondern für ihr Leben gelernt“, sagte der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes, Artur Steinmann, zu den jungen Leuten.

Die Fränkische Weinkönigin Christina Schneider erzählte von ihrer Erfahrung, dass sich die Kunden immer mehr für den Winzer als Menschen interessieren würden.

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