Wiesenbronn
Planungen

Beleuchtung für Wiesenbronner Seegarten

Das Festgelände in Wiesenbronn soll hell erstrahlen. Viele Leuchten will der Gemeinderat allerdings nicht aufstellen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im winterlichen Gewand präsentiert sich derzeit der Seegarten in der Wiesenbronner Ortsmitte. Bei der Diskussion im Rat über die künftige Beleuchtung gab es keine Lösung. Ein Ortstermin soll helfen.   Foto: ww
Im winterlichen Gewand präsentiert sich derzeit der Seegarten in der Wiesenbronner Ortsmitte. Bei der Diskussion im Rat über die künftige Beleuchtung gab es keine Lösung. Ein Ortstermin soll helfen. Foto: ww
Die Aufgaben im Ortsgebiet gehen dem Wiesenbronner Rat auch in den kommenden Jahren nicht aus: Weitere Maßnahmen auf dem Festgelände im Seegarten, die eventuelle Nutzung leer stehender Anwesen, ein Urnenbereich im Friedhof, eventuell ein neuer Anstrich für das Rathaus und die Bemühungen, in das Städtebauförderprogramm zu kommen, werden die Wiesenbronner in der Zukunft fordern.
Über all diese Punkte wurden in der letzten Ratssitzung in diesem Jahr zusammen mit Dorfplaner und Architekt Dag Schröder diskutiert. Die "Gretchenfrage" beim Festgelände Seegarten lautete: "Wie kann der Platz erhellt werden, ohne viele Leuchten aufzustellen?"

Mobile Beleuchtung in der Mitte?

Der Dorfplaner konnte sich an zentraler Stelle eine Polygonlampe mit viel Leuchtkraft vorstellen, während Bürgermeisterin Doris Paul zu einer dauerhaften Beleuchtung im nördlichen Bereich "mit einer mobilen Sache in der Mitte für die Feste" neigte. Bei der Besprechung waren auch die Vertreter der in der Festgemeinschaft tätigen Vereine zugegen und Ratsmitglied Reinhard Fröhlich trug die Ansicht des Weinbauvereins vor, der für eine bessere Verteilung der Leuchtkörper eintrat. "Denn wir tun uns schwer mit einem zentralen Licht."
Reinhard Hüßner plädierte für einen Pavillon in der Mitte als optischen Mittelpunkt für Musik, Empfänge und weitere Funktionen. Gerhard Roth hielt nichts von den Bodenleuchten, die der Dorfplaner ins Gespräch gebracht hatte. "Wenn man daneben steht, wird man doch geblendet", meinte er. Am Schluss einigte man sich auf den Vorschlag von Gemeinderat und Sportvereinsvorstand Norbert Kahl, mit Vertretern der Festgemeinschaft und des Rates bei einem Ortstermin eine gemeinsame Lösung zu finden.

Junge Leute im Altort halten

Dag Schröder bedauerte, dass die Gemeinde Wiesenbronn noch keine Gestaltungssatzung hat: "Die wäre gut im Zusammenhang mit dem Städtebauförderprogramm, da in Wiesenbronn die Dorferneuerung schon vorbei ist." Der Dorfplaner verwies auf Programme, die auf den ländlichen Raum zugeschnitten sind. "Es gibt dann Chancen, manche Anwesen zu sanieren und damit interessanter und attraktiver für einen eventuellen Verkauf zu machen." Das könnte auch auch helfen, junge Leute im Altort zu halten und gleichzeitig die Ausweisung eines weiteren Baugebiets zu vermeiden. Diskutiert wurde auch über einen Bereich im Friedhof unter Bäumen, in dem rund 50 Urnenplätze entstehen könnten. Reinhard Hüßner hob die zunehmende Bedeutung einer solchen "Friedwiese" heraus. Er konnte sich vorstellen, diese Wiese analog der Form der Predigtkanzel und der Aussegnungshalle in achteckiger Form anzulegen. Bei den Urnenplätzen sollte man in die Planung gehen, schlug die Bürgermeisterin vor. Zur Gestaltung dieses Bereichs und des Urnenfeldes will sich die Ratsrunde bei einer Besichtigungsfahrt zu anderen Friedhöfen erst einmal Anregungen holen.
Am Ende der Diskussion waren sich alle Ratsmitglieder mit Reinhard Hüßner einig: "Wir müssen endlich mit der Dorferneuerung abschließen, um in das Städtebauförderprogramm zu kommen."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren