GROSSLANGHEIM

Belästigung durch Fluglärm befürchtet

Ein Thema aus dem Jahr 2009 tauchte bei der Jahresschlusssitzung des Großlangheimer Marktgemeinderates am Mittwochabend wieder auf: Für den Sonderlandeplatz in Kitzingen liegt ein neuer Antrag vor, zu dem die Gemeinde um Stellungnahme gebeten wurde.
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Die Gemeinde Zell klagt über störenden Fluglärm. Foto: Foto: Herbert Ehehalt

Ein Thema aus dem Jahr 2009 tauchte bei der Jahresschlusssitzung des Großlangheimer Marktgemeinderates am Mittwochabend wieder auf: Für den Sonderlandeplatz in Kitzingen liegt ein neuer Antrag vor, zu dem die Gemeinde um Stellungnahme gebeten wurde.

Diese sollte nach Aussage von Bürgermeister Karl Höchner bis Ende Januar 2016 abgegeben werden, was ihm aber doch etwas kurzfristig erschien, „zumal der Kitzinger Stadtratsbeschluss dazu im Dezember 2013 erfolgte und ich die Aufforderung zur Stellungnahme am 13. Dezember 2015 erhielt“. Aufgrund seiner Eingabe sei nun der Termin auf Ende Februar 2016 verlängert worden, gab der Bürgermeister bekannt.

Zur Thematik erklärte er, dass er den alten Antrag aus dem Jahr 2009 mit dem neuen verglichen habe „und die beiden Anträge scheinen ziemlich gleich zu sein“. Auch in der neuen Ausfertigung seien Kleindüsenjets mit einem Gewicht bis 5,7 Tonnen enthalten „und ich frage mich schon, warum diese Kategorie von Flugzeugen enthalten sein muss.“ Höchner erinnerte daran, dass man schon 2009 zum Ausdruck gebracht habe, dass man nichts gegen Motorsegler oder kleinmotorige Sportflugzeuge habe, „aber es stört mich, dass man sich jetzt auf den Antrag von 2009 bezieht.

“ Falls Kleindüsenjets in Richtung Großlangheim starten, müsse mit Beeinträchtigungen durch Fluglärm gerechnet werden, was auch in der Bürgerversammlung 2009 zum Ausdruck gebracht worden sei, erinnerte der Bürgermeister. „Das Vorhaben wird uns noch viel Arbeit bereiten, denn wenn sich der Sonderlandeplatz rentieren soll, dann ist mit relativ vielen Starts und Landungen zu rechnen“, fasste der Bürgermeister zusammen.

Für Großlangheim und das Jahr 2015 zog das Ortsoberhaupt eine durchweg positive Bilanz, „da die Leute trotz kritischer Themen wie Klimawandel und Flüchtlingsproblematik bereit sind, zu investieren“. Was auch dadurch begünstigt werde, dass Großlangheim bei Trink- und Abwasser und bei Grund- und Gewerbesteuer günstige Tarife habe. Für die Gemeinde sei es deshalb ebenfalls sehr wichtig, weiterhin sinnvoll zu investieren. So wie in den vergangenen Jahren im Zuge der Dorferneuerung oder in jüngster Zeit durch den Bau der Kinderkrippe, das schnelle Internet oder die Planungen zur Ertüchtigung der Kläranlage und für den letzten Abschnitt im Baugebiet Viehtrieb. Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, dass auch die Berechnung der Abwasserkosten nach neuem Modus mit der Trennung für Brauchwasser und Wasser von versiegelten Flächen keine Komplikationen bereiten werde.

Beim Blick auf 2016 bedauerte Höchner, dass Ortspfarrer Bernd Steigerwald das Dorf verlässt, „da es immer eine gute und enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde gab.“ Angekündigt wurden Medaillen in Silber und Gold anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung von „Lanchem“ im Jahr 2016 „und da können sich die Leute beim Krackenmarkt auch Münzen prägen lassen.“ Bei den größeren Projekten für 2016 wurden die Ertüchtigung der Kläranlage und die Erweiterung des Baugebiets Viehtrieb genannt. Besonders freute er sich über statistische Angaben: Sie weist für Großlangheim 1730 Einwohner aus, 2015 wurden 21 Kinder geboren.

Hervorgehoben wurden in der Schlussbilanz die Zusammenarbeit im Gemeinderat und innerhalb der Gemeinde, der Zusammenhalt in der Verwaltungsgemeinschaft Großlangheim und die Unterstützung durch seine Stellvertreterin Heike Sterk: „Ich kann mich voll und ganz auf sie verlassen.“ Sterk wiederum bedankte sich bei Höchner: „Es gab 2015 zwar keine großen Projekte, aber viel zu tun und viel zu planen.“ Sie sagte, sie sei überzeugt, dass auch hohe Investitionen für Kläranlage und Baugebiet geschultert werden.

Keine Diskussionen gab es beim Zuschuss für die Jugendarbeit der Vereine. Wie in den vergangenen Jahren wurde die Unterstützung der Nachwuchsarbeit der Vereine mit fünf Euro pro Nase einstimmig gewährt. Der Turnverein hat 129 Kinder und Jugendliche in seinen Reihen, der Fußballclub 43, der Gesangverein 39, das Jugendrotkreuz 30, der Kleintierzuchtverein 19, die Feuerwehr 16 und der Reitclub 99. Er erhält den Obulus für 50 Kinder und Jugendliche, da er auch auswärtige Nachwuchsreiter in seinen Reihen hat.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass Sondierungs- und Aufschlussbohrungen zur Erweiterung der Kläranlage notwendig werden, weshalb eine Ausschreibung für ein Baugrundgutachten bis zu einer Erkundungstiefe von 15 Metern notwendig wurde. Das wirtschaftlichste Angebot gab die Firma Roth Geo Consult aus Würzburg ab. Die Frist für die Planungen zur Ertüchtigung der Kläranlage wurde bis Mitte 2016 verlängert, die notwendige Fällung von Bäumen wird der Bauhof vornehmen, lautete die weitere Information.

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