NORDHEIM

Beim Skateobard-Wettbewerb packt ganz Nordheim mit an

Jährlich lockt das Skate'n'Rock-Festival Skater nach Nordheim. Auch heuer waren es rund 1000 Fans.
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Spektakuläre Sprünge und Livemusik bot das Skate'n-Roll-Festival in Nordheim. Foto: Foto: Justus Neidlein

Es dürfte sich um einen der idyllischsten Skateboard-Wettbewerbe Deutschlands handeln: Das Skate'n'Rock-Festival findet seit 2009 direkt am Mainufer Nordheims vor der malerischen Kulisse der Mainschleifen-Weinberge statt. Auch in diesem Jahr lockte das Festival rund 1000 Skateboard- und Musik-Fans auf die Weininsel. Den ganzen Tag über zeigten etwa 30 Skater in vier Startgruppen ihr Können, am Abend spielten sieben Bands aus der Region.

Tobias Hauck ist der Hauptorganisator des Skate'n'Rock. Er steht am Rande des Skateparks, begrüßt alte Bekannte und koordiniert über einen Knopf im Ohr den Ablauf. Bei Hauck laufen die Fäden des Skate'n'Rock schon seit 2009 zusammen. Er baut Rampen, organisiert die Helfer und verhandelt gleichermaßen mit Gemeinderat und Punk-Rock-Bands. Und er macht keinen Hehl daraus: Er ist stolz darauf, wie sich sein Projekt entwickelt.

Großer Zusammenhalt

Beim Skate'n'Rock packt ganz Nordheim an. „Die meisten der Helfer hier sind gar keine Skater“, sagt Hauck mit einem Lächeln. Der Zusammenhalt in der Jugend sei aber bemerkenswert. So sind beispielsweise fünf Weingüter voll eingebunden, die Juniorchefs packen selbst mit an. Die Pfadfinder kümmern sich um Kaffee und Kuchen. Und etwa 100 ehrenamtliche Helfer halten das Skate'n'Rock den ganzen Tag über am Laufen.

„Das Festival ist wirklich ein buntes Feld“, sagt Hauck. „Die eingefleischten Nordheimer freuen sich schon immer auf das Weißwurstfrühstück, die Omas unserer Helfer kommen zu Kaffee und Kuchen und die Skater reisen sogar aus Berlin oder München an.“

Selbst gebaute Rampen

Dass das Skate'n'Rock für Tobias Hauck und seine Mitstreiter aber mehr ist, als das Festival, das einmal im Jahr stattfindet, wurde spätestens mit der Gründung des Vereins Ende 2015 klar. „So können wir unsere anderen Projekte besser koordinieren“, sagt Hauck. Zum einen kümmert sich der Verein um die Instandhaltung des Skateparks. „Wir sind hier ja im Hochwassergebiet und die Rampen sind alle selbst gebaut“, sagt Hauck.

Des Weiteren planen die Nordheimer Skater eine Skatemöglichkeit für den Winter in einer Halle in direkter Nachbarschaft zum Skatepark. Und nicht zuletzt leistet das Skate'n'Rock-Team seit diesem Jahr offene Jugendarbeit mit einem monatlichen Skate-Treff für Jugendliche und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund.

Neue Generation

Die kommenden Jahre soll das Projekt „Skate'n'Rock“ weiter wachsen und gedeihen. Um tatkräftige Unterstützung muss sich Hauck kaum Gedanken machen. „Es kommt eine neue Generation an Helfern nach“, sagt der 29-jährige Tobias Hauck. „Vielleicht kann ich die Organisation ja irgendwann abgeben und dann selbst als Gast das Festival genießen.“

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